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Baumobsternte 2022: Äpfel dominieren, Pflaumen legen zu

Die Baumobsternte 2022 in Deutschland zeigte eine starke Apfelernte von 1,1 Millionen Tonnen, eine Steigerung von 6,6 Prozent. Auch Pflaumen und Zwetschen verzeichneten einen deutlichen Zuwachs von 17,4 Prozent. Günstige Witterungsbedingungen trugen maßgeblich zu diesen hohen Erträgen bei.

Ergebnisse der Apfelernte 2022 im Detail

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Äpfel geerntet. Dies entspricht einer Steigerung von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt 10,3 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021. Die Apfelernte 2022 zählt zu den drei ertragreichsten der letzten zehn Jahre, nach den Jahren 2014 und 2018. Trotz dieser Ertragssteigerung reduzierte sich die Anbaufläche für Äpfel um 1,5 Prozent oder 520 Hektar.

Ein guter Fruchtansatz im Frühjahr sowie ein geringer Krankheits- und Schädlingsbefall aufgrund der Witterung trugen maßgeblich zum hohen Ernteergebnis bei. Die Hauptanbaugebiete, das Alte Land (Niedersachsen und Hamburg) und die Bodenseeregion (Baden-Württemberg), produzierten zusammen 64,2 Prozent der deutschen Apfelernte. Baden-Württemberg führte mit 374.400 Tonnen, gefolgt von Niedersachsen mit 313.700 Tonnen. Beide Bundesländer verzeichneten Erntemengen, die deutlich über ihrem langjährigen Durchschnitt lagen.

Vermarktung und Verwertung der Apfelernte

Der Großteil der geernteten Äpfel, 765.800 Tonnen oder 71,5 Prozent, wurde als Tafelobst vermarktet. Für die Weiterverarbeitung zu Produkten wie Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein wurden 283.800 Tonnen (26,5 Prozent) genutzt. Ein kleinerer Anteil von 21.400 Tonnen konnte aufgrund von Eigenverbrauch, Lager- oder Verarbeitungsverlusten nicht in den Handel gelangen.

Pflaumen und Zwetschen mit deutlichem Zuwachs

Die Ernte von Pflaumen und Zwetschen erreichte 2022 insgesamt 46.800 Tonnen, was eine Steigerung von 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch hier übertraf die Erntemenge den Zehnjahresdurchschnitt um 5,6 Prozent, während die Anbaufläche um 1,8 Prozent oder 76 Hektar zurückging. Günstige Witterungsbedingungen führten zu einem guten Fruchtansatz und hohen Erträgen.

Pflaumen und Zwetschen gehören zu den alternierenden Baumobstarten, die nach einem ertragsschwachen Jahr, wie 2021, oft eine gute Ernte im Folgejahr aufweisen. Die führenden Bundesländer im Pflaumenanbau waren Baden-Württemberg mit 18.200 Tonnen und Rheinland-Pfalz mit 11.000 Tonnen. Diese beiden Länder trugen zusammen 62,3 Prozent zur gesamten deutschen Pflaumenernte bei.

Gesamtergebnis der Baumobsternte

Die gesamte Baumobsternte in Deutschland belief sich 2022 auf 1,2 Millionen Tonnen. Äpfel machten dabei den größten Anteil von 88,7 Prozent aus. Pflaumen und Zwetschen folgten mit 3,9 Prozent. Weitere geerntete Baumobstarten waren Süßkirschen (38.500 Tonnen, 3,2 Prozent), Birnen (36.300 Tonnen, 3,0 Prozent), Sauerkirschen (10.200 Tonnen, 0,8 Prozent) sowie Mirabellen und Renekloden (4.500 Tonnen, 0,4 Prozent).

09.01.2023

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