Differenzierte Entwicklung in Hoch- und Tiefbau
Im Hochbau sanken die realen Auftragseingänge um 11,4 Prozent. Nominal lagen sie bei 49,1 Milliarden Euro und damit 5,0 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Besonders betroffen war der Wohnungsbau mit einem realen Rückgang von 19,8 Prozent und einem nominalen Minus von 13,4 Prozent. Dies führte zum niedrigsten nominalen Jahresergebnis seit 2018.
Der Tiefbau hingegen verzeichnete einen realen Anstieg von 3,0 Prozent und steigerte sich nominal um 12,2 Prozent auf 53,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis wurde maßgeblich durch Großaufträge im Bahnstreckenausbau sowie beim Bau der Kabeltrassen Suedlink und Süd-Ost-Link beeinflusst.
Jahresumsatz und Beschäftigung im Überblick
Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank real um 3,3 Prozent. Nominal stieg er jedoch um 3,5 Prozent und erreichte einen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Der Wohnungsbau trug mit 26,6 Milliarden Euro am stärksten zum Jahresumsatz bei, gefolgt vom gewerblichen Hochbau mit 26,0 Milliarden Euro.
Die Statistik erfasst Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2023 waren dies rund 9.600 Betriebe, was einem Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl dieser Betriebe steigt seit 13 Jahren kontinuierlich. Im Jahresdurchschnitt waren in den erfassten Betrieben 536.000 Personen tätig, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Entgelte stiegen im gleichen Zeitraum nominal um 3,9 Prozent auf eine Gesamtsumme von 24,1 Milliarden Euro. Dabei wurden etwa 617 Millionen Arbeitsstunden auf Baustellen geleistet, was einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber 2022 entspricht.
Auftragseingang im Dezember 2023
Im Dezember 2023 stieg der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe saison- und kalenderbereinigt um 7,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich der reale Auftragseingang kalenderbereinigt um 4,2 Prozent. Der Auftragseingang belief sich auf rund 8,6 Milliarden Euro, was nominal 1,7 Prozent mehr als im Dezember 2022 war.
