Die Grüne Stadt

Ausgleichsflächen stärker in den urbanen Raum verlagern

Der BdB fordert mehr Ausgleichsflächen in Städten statt im ländlichen Raum. Ökokonten bieten Kommunen die Chance, gezielt in urbanes Grün zu investieren, das Stadtklima zu verbessern und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

Ökokonten sollen Stadtgrün gezielt stärken und Lebensqualität erhöhen

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. fordert, Ausgleichsflächen für Baummaßnahmen künftig verstärkt in Städten und Kommunen anzulegen. Ziel ist es, die Qualität und Quantität von Grünflächen im urbanen Raum nachhaltig zu verbessern und damit einen wirksamen Beitrag zum Stadtklima zu leisten.

Im Fokus steht dabei die Nutzung bestehender Instrumente wie des Ökokontos, das als Kompensationsmodell für Eingriffe durch Flächenbebauung dient. Durch gezielte Investitionen in innerstädtisches Grün sollen ökologische und gesellschaftliche Mehrwerte geschaffen werden.

"Das Ökokonto und die hier angelegten Gelder bieten als ökologisches Kompensationsinstrument für die Flächenbebauung die Möglichkeit, hochwertiges Grün in Städten zu etablieren und damit in die Verbesserung der Lebensqualität der Städter zu investieren"

Stadtgrün gewinnt weiter an Bedeutung

Angesichts steigenden Flächenverbrauchs und zunehmender Nutzungskonkurrenzen rückt die Entwicklung urbaner Grünflächen stärker in den Mittelpunkt. Begrenzte Flächenverfügbarkeit und steigende Pachtpreise erschweren die Umsetzung klassischer Ausgleichsmaßnahmen außerhalb von Siedlungsräumen.

Gleichzeitig zeigt sich in vielen Kommunen ein zunehmender Pflege- und Investitionsstau bei bestehenden Grünanlagen. Finanzielle Engpässe führen dazu, dass innerstädtische Grünflächen an Qualität verlieren.

"Wir sehen den zunehmenden Verfall unserer innerstädtischen Grünanlagen mit großer Sorge, zeigt sich doch hier besonders deutlich die häufig schwierige finanzielle Situation der Kommunen.

Ökokonten als strategisches Instrument

Das Ökokonto ermöglicht es Kommunen, Ausgleichsmaßnahmen frühzeitig umzusetzen und später im Rahmen von Bauprojekten zu refinanzieren. Die rechtliche Grundlage bildet das Baugesetzbuch, das entsprechende Regelungen zur Bevorratung von Flächen und Maßnahmen vorsieht.

Für den Garten- und Landschaftsbau ergeben sich daraus zusätzliche Potenziale bei der Planung, Anlage und Pflege urbaner Grünflächen. Gleichzeitig können langfristig angelegte Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von Städten beitragen und die Lebensqualität in dicht besiedelten Räumen verbessern.

16.07.2012

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Kleine Präsidentenstraße 1
10178Berlin
Deutschland

Tel.:+49 30 2408699-0
Fax:+49 30 2408699-31

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