Synergien im Baumschutz: Unterpflanzung als Gewinn
Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner, erläuterte, wie Bäume von Unterpflanzungen mit Stauden profitieren. Ein dauerhafter Bewuchs schützt die Flächen und steigert die Attraktivität sowie Akzeptanz. Besonders positiv wurden die Konzepte zur Staudenmischpflanzung aufgenommen.
Methoden zur Beurteilung der Standsicherheit von Bäumen
Sascha Jillich, öffentlich bestellter Sachverständiger für Verkehrssicherheit von Bäumen, Baumpflege, Baumschäden und Wertermittlung im Regierungspräsidium Stuttgart, stellte verschiedene Verfahren zur Beurteilung der Standsicherheit vor. Dazu gehören Zugversuche, Schalltomografie und Bohrwiderstandsmessungen. Er betonte, dass nur eine umfassende Betrachtung eine fundierte Beurteilung ermöglicht. Diese gewährleistet die Verkehrssicherheit und kann unnötige Fällungen vermeiden.
Sachverständige sind bei der Auswahl der Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Verkehrssicherheit von Bäumen frei, jedoch fachlich an konkrete Fragestellungen gebunden.
Rechtliche Aspekte des Baumschutzes: Neue Urteile
Rainer Hilsberg, Fachreferent aus Augsburg, gab eine Übersicht über neue Urteile zu Baumtatbeständen. Er erläuterte, dass Ertragsminderungen von Photovoltaikanlagen laut neuer Rechtsprechung keinen Grund für eine Baumfällung darstellen. Ein Anrecht auf optimale Nutzung einer Anlage, selbst bei einem Nutzungsgrad von 50 % aufgrund von Verschattung, ist nicht ausreichend. Befreiungen von Baumschutzsatzungen sind ausschließlich für atypische Sonderfälle vorgesehen.


