Details zur Entwicklung der Rohbau- und Ausbaukosten
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von August 2022 bis August 2023 um 3,1 %. Innerhalb dieser Kategorie, die einen wesentlichen Anteil am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden hat, verteuerten sich Betonarbeiten um 0,2 % und Mauerarbeiten um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten war ein Preisanstieg von 7,2 % zu verzeichnen, während Erdarbeiten 7,6 % teurer wurden.
Eine Ausnahme bildeten die Zimmer- und Holzbauarbeiten, deren Preise im Jahresvergleich um 2,5 % sanken. Die Ausbauarbeiten verzeichneten im August 2023 einen Preisanstieg von 9,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Hierbei erhöhten sich die Preise für Tischlerarbeiten, die den größten Anteil an den Ausbauarbeiten im Baupreisindex für Wohngebäude haben, um 8,0 %.
Im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung stiegen die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (wie Wärmepumpen) um 12,1 %. Für Nieder- und Mittelspannungsanlagen (beispielsweise Elektro-Warmwasserbereiter) erhöhten sich die Preise um 10,2 %. Wärmedämm-Verbundsysteme wurden um 9,9 % teurer.
Preisentwicklung in weiteren Baubereichen
Neben den Neubaupreisen stiegen die Kosten für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) im August 2023 um 9,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Neubaupreise für Bürogebäude erhöhten sich um 6,4 % und für Gewerbliche Betriebsgebäude um 5,7 %. Im Straßenbau war ein Preisanstieg von 8,2 % gegenüber August 2022 zu verzeichnen.
