Naturschutz

Bayerische Klima-Anpassungsstrategie aktualisiert

Bayern hat seine Klima-Anpassungsstrategie aktualisiert, um sich langfristig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Die Strategie berücksichtigt aktuelle Klimaprojektionen und beschreibt erwartete Klimaänderungen sowie konkrete Anpassungsmaßnahmen für 15 klimaempfindliche Bereiche.

Hintergrund und Ziele der aktualisierten Strategie

Die bayerische Staatsregierung hat ihre Klima-Anpassungsstrategie aktualisiert. Ziel ist es, Bayern langfristig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und klimasicher zu gestalten. Die Strategie berücksichtigt aktuelle Klimaprojektionen und beschreibt erwartete Klimaänderungen sowie regionale Auswirkungen. Zudem werden konkrete Anpassungsmaßnahmen für 15 klimaempfindliche Bereiche vorgestellt.

Wir müssen uns auch in Bayern auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Um negative Folgen zu vermeiden, müssen wir uns in allen Lebensbereichen bestmöglich an den Klimawandel anpassen. Dazu hat die Staatsregierung die Bayerische Klima-Anpassungsstrategie aktualisiert. Wir bereiten uns damit im Detail auf den Klimawandel vor. Ziel ist es, Bayern langfristig klimasicher zu machen.

Bereits im Jahr 2009 hatte der Freistaat Bayern eine der ersten Klima-Anpassungsstrategien auf Länderebene entwickelt. Untersuchungen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zeigen, dass die Lufttemperatur in Bayern zwischen 1931 und 2015 um 1,4 °C zugenommen hat.

Beobachtete und erwartete Klimaänderungen

Zu den beobachteten Folgen gehören eine erhöhte Hitzebelastung und eine Verlängerung der Vegetationsperiode um 23 Tage im Zeitraum von 1961 bis 2010. Auch Veränderungen bei Tier- und Pflanzenarten, die Ausbreitung neuer Arten wie der Tigermücke sowie veränderte Bedingungen für den Tourismus sind feststellbar. Die Hitzebelastung stellt insbesondere für ältere Menschen und Kleinkinder ein Risiko dar. Allergiker spüren die Auswirkungen jahreszeitlicher Verschiebungen, da Pollen seit 1980 24 Tage länger in der Luft sind.

Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird eine weitere deutliche Temperaturzunahme erwartet, was eine Verstärkung der bereits beobachteten Folgen nach sich ziehen wird. Auch der Wasserkreislauf ist von den Klimaänderungen betroffen. Zukünftig werden die Sommer durch längere Trockenperioden geprägt sein, während die Winter feuchter werden und Starkregen zunehmen. Diese veränderten Niederschlagsbedingungen führen zu Hochwasser, Sturzfluten, Trockenheit oder Dürre. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Wasserwirtschaft, sondern nahezu alle Handlungsfelder der Bayerischen Klima-Anpassungsstrategie, darunter Landwirtschaft, Städtebau, Straßenbau und Verkehr sowie die Energiewirtschaft.

Maßnahmen zur Anpassung

Neben der Vorsorge vor Dürre und Trockenheit kommt dem Hochwasserschutz eine große Bedeutung zu. Als Reaktion auf die Starkniederschlagsereignisse im Sommer 2016 im Süden Bayerns wird das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm des Freistaats um eine Komponente für Sturzfluten erweitert. Jährlich sollen weitere rund 23 Millionen Euro in die Hochwasservorsorge investiert werden, insbesondere für kommunale Gewässer. Die aktualisierte Strategie ist online verfügbar.

08.02.2017

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