Hochwasserschutz, Umweltschutz und Entsorgung

Hochwasserschutz im Mangfalltal: Ein Milliardenprojekt für Bayern

Im Mangfalltal entsteht eines der größten Hochwasserschutzprojekte Bayerns. Mit 150 Millionen Euro sollen zukünftige Schäden von bis zu einer Milliarde Euro vermieden werden. Das Konzept setzt auf eine umfassende Strategie aus Rückhalt, Technik und Vorsorge.

Umfassende Strategie gegen Hochwasser im Mangfalltal

Bernhard wies darauf hin, dass angesichts des Klimawandels eine hundertprozentige Sicherheit vor allen denkbaren Hochwassersituationen nicht gewährleistet werden kann. Daher setzt das Konzept im Mangfalltal auf eine Kombination aus natürlichem Rückhalteraum, technischen Schutzbauten, verstärkter Flächenvorsorge der Kommunen und der Risikovorsorge jedes Einzelnen.

Im Mangfalltal wird für rund 150 Millionen Euro eines der größten und wichtigsten Hochwasserschutzprojekte Bayerns umgesetzt. Aber gerade angesichts des Klimawandels muss klar sein, dass der Mensch Naturgewalten nie vollständig beherrschen wird. Eine hundertprozentige Sicherheit für alle denkbaren Hochwassersituationen kann es nicht geben. Neben der Schaffung von natürlichem Rückhalteraum und der Errichtung technischer Schutzbauten setzen wir im Mangfalltal daher auch auf verstärkte Flächenvorsorge der Kommunen und die Risikovorsorge jedes Einzelnen.

Bauentwicklung und schadensträchtige Nutzungen sollen aus Überschwemmungsbereichen ferngehalten werden. Zudem wird die Eigenverantwortung der Bürger betont, die von angepasster Bauweise bis hin zu privater finanzieller Risikovorsorge und Versicherungsschutz reicht. Die Veranstaltungsreihe „Hochwasserforum Mangfalltal“ dient der Sensibilisierung und Information der Anwohner.

Maßgeschneidertes Schutzkonzept für eine gefährdete Region

Das Mangfalltal gilt als einer der am stärksten gefährdeten Flussabschnitte Bayerns. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser wären dort 4.200 Einwohner betroffen, mit einem potenziellen Schaden von rund einer Milliarde Euro. Das umgesetzte Schutzkonzept sieht eine Verstärkung des natürlichen Rückhalts vor. Deiche werden, wo möglich, näher an die Bebauung rückverlegt und neu errichtet.

Für den Katastrophenstab im Mangfalltal steht bereits ein Echtzeit-Deichbruchmodell zur Verfügung, das Entscheidungen bei Evakuierungen erleichtern soll. Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die Errichtung eines von sieben bayerischen Flutpoldern in Feldolling. Dieser kann im Ernstfall kontrolliert geflutet werden, um Hochwasserspitzen zu reduzieren. Zusätzlich soll der Wasserspiegel des Tegernsees so gesteuert werden, dass im Hochwasserfall zusätzlicher Rückhalteraum zur Verfügung steht.

15.04.2008

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