Gehölzpflege, Park- und Aussenanlagen

Nationalpark Bayerischer Wald: Wirtschaftsfaktor und Jobmotor

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor. Ein aktuelles Gutachten der Universität Würzburg belegt, dass Besucher maßgeblich zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region beitragen und die staatlichen Investitionen sich rentieren.

Tourismus als Motor für regionale Wertschöpfung

Mit jährlich 760.000 Besuchern zählt der Nationalpark zu den größten touristischen Anziehungspunkten Bayerns. Ein erheblicher Teil dieser Gäste, nämlich jeder Zweite, reist explizit wegen des Naturerlebnisses an. Die Ausgaben dieser Touristen generieren eine regionale Wertschöpfung, die rechnerisch 939 Vollzeitstellen entspricht.

Mit 76000 Besuchern stellt der Nationalpark eine der größten Attraktionen Bayerns; jeder zweite kommt extra wegen der Wildnis. Regionalökonomisch lassen die Touristen soviel Geld in der Region, dass es 939 Vollzeitbeschäftigten entspricht.

Das Gutachten hebt hervor, dass der Nationalpark im Altgebiet bereits ein wichtiger Werbeträger ist. Im Erweiterungsgebiet besteht hingegen noch Potenzial für eine stärkere touristische Vermarktung. Auch die Ansprache tschechischer Gäste bietet weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Bayern fördert bereits die grenzüberschreitende touristische Vernetzung mit der benachbarten Nationalparkregion Šumava in Tschechien, beispielsweise durch die Schaffung gemeinsamer Wegeverbindungen.

Rendite staatlicher Investitionen

Der Freistaat investiert jährlich 12 Millionen Euro in den Nationalpark. Diese staatliche Förderung erweist sich als rentabel, da laut Gutachten jeder investierte Euro durch die Ausgaben der Besucher mehr als verdoppelt wird.

Akzeptanz des Borkenkäferkonzepts bei Besuchern

Das Gutachten bestätigt zudem das bestehende Konzept zur Borkenkäferbekämpfung. Dieses sieht eine Bekämpfung in der Randzone vor, um angrenzende Privatwälder zu schützen. In der Naturzone des Nationalparks wird hingegen auf eine Bekämpfung verzichtet, was dem Leitbild "Natur Natur sein lassen" entspricht. Die Studie zeigt, dass Touristen dem ungewohnten Waldbild der Totholzflächen gegenüber deutlich aufgeschlossener sind, als oft angenommen wird.

08.07.2008

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