Die Grüne Stadt

BdB fordert nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung

Der Bund deutscher Baumschulen fordert eine nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung. Angesichts von Klimawandel und innerstädtischer Verdichtung sollen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam die Entwicklung des Stadtgrüns vorantreiben. Zudem setzt sich der Verband für steuerfreie Rücklagen der Betriebe ein.

Verband sieht Stadtgrün als Schlüssel für klimaangepasste und lebenswerte Kommunen

Anlässlich der Übergabe des Baumes des Jahres 2013, des Wildapfels (Malus sylvestris), an den Agrarausschuss des Deutschen Bundestages hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) eine umfassende politische Initiative für das Stadtgrün gefordert. BdB-Präsident Helmut Selders sprach sich gegenüber den anwesenden Bundestagsabgeordneten für eine „Nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung“ aus.

Darüber hinaus forderte der Verband angesichts zunehmender Wetterextreme die Möglichkeit, steuerfreie Rücklagen zu bilden. Diese sollen Betrieben helfen, finanzielle Belastungen durch außergewöhnliche Witterungsereignisse oder andere unvorhersehbare Risiken besser bewältigen zu können.

Stadtgrün als Antwort auf Klimawandel und Verdichtung

Nach Auffassung des BdB stehen Städte durch den Klimawandel und die zunehmende bauliche Verdichtung vor großen Herausforderungen. Grünflächen und Gehölze gewinnen dabei als Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung weiter an Bedeutung.

„Der Klimawandel und die von der Politik forcierte innerstädtische, bauliche Verdichtung zwingen die Städte dazu, eine planvolle grüne Stadtentwicklung voranzutreiben. Damit die Kommunen diese gewaltige Herausforderung stemmen können, brauchen wir eine gemeinsame Anstrengung des Bundes, der Länder und der Gemeinden in einer ‚Nationalen Strategie zur grünen Stadtentwicklung‘.“

Ein solcher Ansatz müsse nach Ansicht des Verbandes die gesamte Entwicklungskette berücksichtigen – von der Gehölz- und Standortforschung bis hin zur Planung und Umsetzung von Grünflächen in den Kommunen.

Bedeutung für Lebensqualität und Gesundheit

Die Gestaltung und Entwicklung urbaner Grünräume werde nach Einschätzung des BdB entscheidenden Einfluss auf die Lebensbedingungen in Städten haben. Dabei gehe es nicht allein um gestalterische oder ökologische Aspekte.

„Dabei geht es nicht nur um das Wohlfühlen in der Stadt, sondern eindeutig auch um gesundheitliche Aspekte für die Stadtbewohner.“

Für den Garten- und Landschaftsbau würde eine langfristige Strategie zur Förderung des Stadtgrüns zusätzliche Planungssicherheit schaffen und die Bedeutung qualitätsvoller Freiraumgestaltung weiter stärken.

Steuerfreie Rücklagen für Krisenzeiten gefordert

Ein weiteres Anliegen betrifft die wirtschaftliche Absicherung der Betriebe. Nach Angaben des Verbandes führen Extremwinter und die Gefahr des Auftretens von Quarantäneschädigern zu steigenden Risiken für die Unternehmen.

„Wir fordern, dass die Betriebe eine steuerfreie Rücklage bilden können, die im Eventualfall eingesetzt werden kann. Dies sei der richtige Weg, um den Betrieben eine finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen“.

Mit einer solchen Regelung könnten Betriebe finanzielle Reserven aufbauen und auf außergewöhnliche Schadensereignisse flexibler reagieren.

26.04.2013

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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