BdB fordert verpflichtende Grünflächen bei Bauprojekten
Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. veranstaltete vom 8. bis 11. Juli 2015 seine Sommertagung in Garmisch-Partenkirchen. Gastgeber war der Landesverband Bayern, der rund 200 Teilnehmer begrüßte. Im Rahmen der Veranstaltung forderte der BdB, bei künftigen Baumaßnahmen öffentlicher und privater Bauherren verpflichtend „Grün am Bau“ zu integrieren.
BdB-Präsident Helmut Selders äußerte sich hierzu:
Wenn der Bund durch die Schaffung einer sogenannten grünen Infrastruktur die Bedeutung der Pflanzen und Grünanlagen für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Land stärken und hervorheben will, dann muss sich diese Politik auch in der Verpflichtung wiederfinden, bei sämtlichen Baumaßnahmen ‚Grün‘ mitzudenken. Dadurch kann auch der vielbeschworene Gegensatz von Flächenverdichtung und Grünflächen in urbanen Räumen aufgehoben werden. Die grüne Infrastruktur wird dadurch ein bedeutender Teil neben der grauen Infrastruktur aus Straßen und Gebäuden.
Der BdB fordert eine gesetzliche Verpflichtung, fünf Prozent der Bausumme in Grünanlagen zu investieren.
Weitere Themen und Fachprogramm
Zentrale Themen in den Sitzungen von Präsidium, Verwaltungsrat und Hauptausschuss waren die Pflanzengesundheit, das Bundesnaturschutzgesetz, die Ausbildungsoffensive „Zukunft Grün“ sowie die Diskussion um die Entwicklung eines Leitbildes für den Berufsstand.
Im Rahmen der Veranstaltung „Der BdB informiert“ wurden der Bericht des Präsidenten sowie ein strategischer Ausblick des Hauptgeschäftsführers auf die kommenden fünf Jahre präsentiert.
Fachvorträge ergänzten das Programm. Dr. Bernd Hardeweg referierte über Benchmarking für Baumschulen, während Christoph Straeter den aktuellen Stand des WeGa e.V. und dessen Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau vorstellte. Die Tagung wurde zudem von Fachexkursionen und einem gesellschaftlichen Rahmenprogramm begleitet.
