BMEL fördert 16 Verbundprojekte für gesündere Wild- und Honigbienenbestände
Mit der Vernetzungs- und Transfermaßnahme „Beenovation“ unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) insgesamt 16 Verbundprojekte zum Schutz von Bestäuberinsekten in Agrarlandschaften. Die Projekte wurden bei einer Auftaktveranstaltung in Berlin vorgestellt.
Vertreter aus Landwirtschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik diskutierten dabei neue Ansätze zur Förderung gesunder Wild- und Honigbienenbestände.
Forschung zu Bienenhaltung, Pflanzenschutz und Lebensräumen
Die geförderten Projekte befassen sich mit unterschiedlichen Themen rund um den Bestäuberschutz. Dazu gehören:
- Vorbeugung und Behandlung von Bienenkrankheiten
- Entwicklung neuer Sensorik für die Bienenhaltung
- innovative imkerliche Betriebsweisen
- Verfahren im Pflanzenbau und Pflanzenschutz
- Verbesserung von Lebensräumen in Agrarlandschaften
Ziel ist es unter anderem, das Nahrungsangebot für Bestäuberinsekten zu verbessern und die Biodiversität in landwirtschaftlich genutzten Regionen zu stärken.
Das BMEL stellt dafür insgesamt 11,6 Millionen Euro bereit. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik
Die BLE betonte die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Forschung, landwirtschaftlicher Praxis und politischen Akteuren.
„Wichtig ist dabei, auch die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte zu evaluieren und den Handlungsbedarf für alle relevanten Zielgruppen wie Landwirte, Imker, Wissenschaft und Politik herauszuarbeiten“, erklärte Dr. Christine Natt, Vizepräsidentin der BLE.
Im Rahmen der Veranstaltung stellte Professorin Sara Diana Leonhardt von der TU München Forschungsergebnisse zur Bedeutung vielfältiger Nahrungsressourcen für die Gesundheit von Wild- und Honigbienen vor.
Mehr Blühpflanzen und strukturreiche Landschaften
In einer Podiumsdiskussion diskutierten Fachleute unter anderem über das Verhältnis von Wild- und Honigbienen sowie über Möglichkeiten zur Verbesserung von Lebensräumen.
Einigkeit bestand darüber, dass strukturreiche Landschaften und ein verbessertes Angebot an Blühpflanzen sowohl Wild- als auch Honigbienen zugutekommen.
Zudem wurde hervorgehoben, dass praxisgerechte Fördermaßnahmen sowie die Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend für einen wirksamen Bestäuberschutz sind.
Gemeinsame Lösungen für mehr Insektenschutz
Nach Einschätzung der Teilnehmer lassen sich die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und des Aktionsprogramms Insektenschutz nur durch gemeinsames Handeln von Landwirtschaft, Imkerei und Naturschutz erreichen.
Dazu seien Dialogbereitschaft und die Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen notwendig, um langfristig tragfähige Lösungen für den Schutz von Bestäuberinsekten umzusetzen.
