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Schaugartenwettbewerb setzt auf vernetzte Gestaltungskonzepte

Der Schaugartenwettbewerb auf Schloss Fasanerie setzt auf vernetzte Gestaltung: Erstmals entstehen zwei korrespondierende Gärten an unterschiedlichen Standorten und zeigen innovative Konzepte junger Landschaftsarchitekten.

Nachwuchstalente gestalten erstmals vernetzte Gärten an zwei Standorten

Der Schaugartenwettbewerb auf Schloss Fasanerie geht in seine 15. Runde und präsentiert sich in diesem Jahr mit einem erweiterten Konzept. In Kooperation mit der Landesgartenschau Fulda wurden erstmals zwei korrespondierende Gärten an unterschiedlichen Standorten entwickelt – ein Ansatz, der neue Impulse für die Landschaftsarchitektur und den Garten- und Landschaftsbau setzt.

Unter dem Motto „Gärten verbinden – Ideen spiegeln“ waren Nachwuchstalente aus dem In- und Ausland aufgerufen, kreative und durchdachte Entwürfe einzureichen. Ziel war es, gestalterische Verbindungen zwischen den beiden Ausstellungsorten herzustellen.

Gewinnerprojekt verbindet Standorte

Den ersten Preis erhielt Florian Ridder, Absolvent der Universität Kassel, mit seinem Konzept „Die Fulda verbindet“. Der Entwurf überzeugte die Jury durch seine klare gestalterische Leitidee und wurde mit 2.500 Euro prämiert. Zusätzlich erhielt Ridder den Sonderpreis des bdla.

Im Zentrum des Konzepts steht die Fulda als verbindendes Element der Region. Blaublühende Pflanzen symbolisieren den Flussverlauf, während ein Netz aus Seilen die Nebenarme und Zuflüsse darstellt. Die Gestaltung greift damit landschaftliche Zusammenhänge auf und überträgt sie in den Raum.

„Die ersten Pfähle für die Vernetzung der Fulda stehen, die Hängematten sind auch bereit zum Probeliegen.“

Erlebnisräume an zwei Standorten

Die beiden Schaugärten unterscheiden sich in ihrer Nutzung, bleiben jedoch gestalterisch verbunden. Auf Schloss Fasanerie laden Hängematten zum Verweilen ein, während auf dem Gelände der Landesgartenschau großzügige Sitzbereiche geschaffen wurden.

Durch diese Aufteilung entstehen unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten, die dennoch ein gemeinsames gestalterisches Konzept verfolgen. Besucher können die Idee der Vernetzung an beiden Orten erleben.

Sonderpreise für innovative Entwürfe

Der Sonderpreis der Herbert-Heise-Stiftung ging an ein Team der Fachhochschule Rapperswil. Ihr Entwurf überzeugte durch kreative Ansätze und eine eigenständige Interpretation des Wettbewerbsthemas.

Die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs als Plattform für Nachwuchskräfte in der Landschaftsarchitektur. Junge Planer erhalten hier die Möglichkeit, ihre Konzepte öffentlich zu präsentieren und praktisch umzusetzen.

Praxisplattform für den Branchennachwuchs

Der Wettbewerb ist seit Jahren fester Bestandteil des Fürstlichen Gartenfests und hat sich als wichtiger Treffpunkt für innovative Gestaltungsideen etabliert. Die realisierten Gärten sind sowohl während des Gartenfests als auch auf der Landesgartenschau zugänglich.

Für Fachbetriebe und Planer im Gartenbau bietet der Wettbewerb wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und gestalterische Ansätze. Gleichzeitig zeigt er, wie kreative Konzepte praxisnah umgesetzt werden können.

04.03.2023

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