Spannender Wettkampf im Inselpark
Im Rahmen des Berufswettkampfs "Landschaftsgärtner-Cup Nord" traten am 9. und 10. Juni die besten Nachwuchskräfte des Garten- und Landschaftsbaus aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegeneinander an. Austragungsort war der Inselpark auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg, wo die Landesmeister ermittelt wurden.
Die Gesamtsieger des diesjährigen Cups kommen aus der Metropolregion Hamburg: Fabian Wendt und Mathis Schröder, Auszubildende im dritten und zweiten Lehrjahr beim Fachbetrieb Norbert Farwick Garten- und Landschaftsbau in Appel. Landschaftsgärtner gestalten Gärten, Sport- und Spielplätze sowie öffentliche Parkanlagen. Der Wilhelmsburger Inselpark, der 2013 im Rahmen der Internationalen Gartenschau entstand, diente als Kulisse für den Wettbewerb.
Zehn Jahre nach der Gartenschau kehrten die Fachbetriebe des norddeutschen Garten- und Landschaftsbaus in den Inselpark zurück. Elf Zweierteams, davon jeweils vier aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie drei aus Mecklenburg-Vorpommern, stellten sich den Aufgaben des Wettbewerbs.
Die Landesmeister des Nordens
Am Nachmittag des 10. Juni standen die Gewinner fest: Fabian Wendt und Mathis Schröder vom Fachbetrieb Norbert Farwick Garten- und Landschaftsbau, Landkreis Harburg, erreichten die höchste Gesamtpunktzahl in allen vier Wettkampfstationen. Sie sind damit nicht nur die Gesamtsieger des Landschaftsgärtner-Cups Nord 2023, sondern auch die Hamburger Landesmeister 2023.
Die neuen schleswig-holsteinischen Landesmeister sind Philipp Hartmann, Auszubildender bei Dahmlos Gartengestaltung in Tellingstedt, und Marc-Anthony Stürzebecher von Gartenbau Wise in Osterdeichstrich. Aus Mecklenburg-Vorpommern kommen Max Keler und Niclas Grapentin, beide Auszubildende im dritten Lehrjahr der Rostocker Garten-, Landschafts- u. Sportplatzbau GmbH.
Herausfordernde Bauaufgabe und weitere Stationen
Die zentrale Aufgabe des Landschaftsgärtner-Cups Nord 2023 war eine Bauaufgabe: Innerhalb von zehn Stunden, verteilt auf zwei Tage, mussten alle elf Teams einen identischen, 16 Quadratmeter großen Garten nach Plan anlegen. Dieser Garten spiegelte das Thema des Inselparks wider und umfasste Ruinenteile der „Wilhelmsburg“, ein Floß mit Gangway sowie eine stilisierte Fluss-Szenerie aus blauem Glasbruch und blau blühenden Pflanzen.
Die Bauaufgabe hat gezeigt, wie vielfältig unser Beruf ist. Landschaftgärtner:innen arbeiten mit Pflanzen, Holz, Stein und Wasser - und wenn der Kundenwunsch Raum für Kreativität bietet, kreieren sie auch gern sagenhafte Piratenwelten, in denen jeder wieder Kind sein darf.
Dies betonte Sylvia Eggers, Referentin für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg (FGL HH).
Neben der Bauaufgabe mussten die Auszubildenden drei weitere Wettkampfstationen absolvieren. Hier zeigten sie ihre Pflanzenkenntnisse, führten Vermessungen durch und demonstrierten ihre Geschicklichkeit im Umgang mit technischen Geräten. Die Wettkampfteilnehmer wurden dabei von zahlreichen Besuchern des Wilhelmsburger Inselparks beobachtet und angefeuert.
Der Landschaftsgärtner-Cup Nord findet stets an öffentlichen Orten statt und wechselt turnusmäßig zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die gekürten Landesmeister-Teams werden im September zur Bundesgartenschau nach Mannheim reisen, um dort mit den Landesmeistern aller Bundesländer um den Titel „Deutsche Meister 2023“ zu konkurrieren.
