Projekt „GartenKinder“ bringt Ernährungsbildung in den Kita-Alltag
Mit dem Projekt GartenKinder setzt die AMC Stiftung Besser essen. Besser leben. ein praxisnahes Zeichen für frühzeitige Ernährungsbildung. Ziel ist es, Kindern den Zugang zu Lebensmitteln, deren Herkunft und dem natürlichen Kreislauf näherzubringen. Bundesweit haben bereits rund 20.000 Kinder an dem Programm teilgenommen – damit ist statistisch gesehen bereits jedes hundertste Kindergartenkind in Deutschland ein GartenKind.
Das 2013 gestartete Projekt richtet sich gezielt an Kindergärten und Kitas und wird in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband umgesetzt. Im Mittelpunkt steht das eigenständige Erleben: Kinder pflanzen, pflegen und ernten Gemüse direkt vor Ort. So entstehen praktische Lernräume, die Wissen und Erfahrung miteinander verbinden.
Lernen durch eigenes Erleben
Im Projektverlauf werden Einrichtungen zu kleinen Gemüsegärten. Je nach Saison bauen die Kinder beispielsweise Tomaten, Erbsen oder Kresse an. Dabei übernehmen sie alle wesentlichen Arbeitsschritte selbst – vom Säen über das Gießen bis hin zur Ernte.
Diese aktive Einbindung stärkt nicht nur das Verständnis für natürliche Prozesse, sondern fördert auch Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln. Gleichzeitig wird das Interesse an Umwelt und Natur nachhaltig geweckt.
Wissenschaftlich begleiteter Projekterfolg
Die Wirksamkeit des Projekts wurde wissenschaftlich untersucht. Das Institut für Ernährungspsychologie an der Universitätsmedizin Göttingen führte gemeinsam mit der Hochschule Fulda eine Evaluation durch. Grundlage waren die teilnehmenden Einrichtungen aus dem Projektjahr 2013.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz und positive Effekte im pädagogischen Alltag. Die beteiligten Erzieherinnen und Erzieher bewerteten das Projekt überwiegend mit „gut“ bis „sehr gut“. Besonders hervorgehoben wurden der verbesserte Umgang mit Lebensmitteln sowie die gesteigerte Wertschätzung bei den Kindern.
Insgesamt nahmen 453 Einrichtungen am Projekt teil, von denen 308 in die Evaluation einbezogen wurden. Die Untersuchung bestätigt, dass zentrale Erfolgsfaktoren moderner Ernährungsbildung in Kitas durch das Projekt erfüllt werden.
Kostenfreie Teilnahme mit fachlicher Begleitung
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die praxisnahe Unterstützung vor Ort. Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten Schulungen sowie eine kontinuierliche Begleitung durch regionale LandFrauen. Dieses Konzept sorgt für eine fachlich fundierte Umsetzung im Kita-Alltag.
Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei und steht sowohl städtischen als auch ländlichen Einrichtungen offen. Damit wird eine breite Zielgruppe erreicht und der Zugang zu Ernährungsbildung unabhängig vom Standort ermöglicht.
Engagement für gesunde Ernährung und Lebensqualität
Hinter dem Projekt steht die AMC Stiftung Besser essen. Besser leben., die sich für Gesundheitsförderung und bewusste Ernährung einsetzt. Sie versteht Ernährung als zentralen Bestandteil eines gesunden Lebensstils und als verbindendes Element im Alltag von Familien.
Unterstützt wird das Projekt durch den Deutschen LandFrauenverband, der mit seinem bundesweiten Netzwerk die Umsetzung in den Regionen ermöglicht. Gemeinsam leisten die Partner einen Beitrag zur frühzeitigen Sensibilisierung für Ernährungsthemen – mit direktem Praxisbezug im Alltag von Kindern.