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Zukunftswerkstatt für den Gartenbau: Neue Konzepte für urbanes Konsumverhalten

Der BGI und die IPM initiieren eine Zukunftswerkstatt, um innovative Verkaufskonzepte für den Gartenbau zu entwickeln. Ziel ist es, auf das veränderte Konsumverhalten urbaner Kunden einzugehen und neue Trends wie „Garden Living“ und „Urban Gardening“ zu integrieren. Erste Ergebnisse werden im Juni 2016 präsentiert.

Verändertes Konsumverhalten und neue Trends im Fokus

Das Verhältnis der Menschen zu Gärten und Pflanzen unterliegt einem starken Wandel, der sich auch im Kaufverhalten widerspiegelt. Zwei prägende gesellschaftliche Trends sind „Garden Living“ und „Urban Gardening“. „Garden Living“ beschreibt die Entwicklung, dass Terrassen und Gärten für viele Menschen zu einem erweiterten Wohnraum werden. Sie dienen als Rückzugsorte, aber auch als Räume für Geselligkeit. Hier stellt sich die Frage, wie Verkaufskonzepte die Erwartungen dieser Kunden an die Gestaltung des Outdoor-Wohnraums aufgreifen können.

Der Trend des „Urban Gardening“ umfasst die gemeinsame Begrünung von Brachflächen. Dabei stehen soziale Interaktion, Nachhaltigkeit und ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen im Vordergrund. Diese Aspekte gewinnen auch bei der Gestaltung eigener Grünflächen an Bedeutung, sei es im Rahmen des Kleingärtnerns oder bei der Gestaltung des privaten Gartens. Die Zukunftswerkstatt soll erörtern, wie Pflanzenzüchter, Gärtner und Großhändler diese Kundengruppe ansprechen und passende Produkte anbieten können.

Ganzheitliche Ansätze und branchenübergreifender Austausch

Die Zukunftswerkstatt findet in der Region Rhein-Waal statt und soll im ersten Halbjahr 2016 Impulse für die gesamte Branche setzen. Es sollen Verkaufskonzepte entwickelt werden, die über eine reine Präsentation von Trendfarben, -materialien und -produkten hinausgehen. Um festgefahrene Denkweisen im Gartenbau aufzubrechen, werden auch Trendforscher, Hochschulvertreter und Beispiele aus anderen Branchen in den Prozess einbezogen.

Dieses Netzwerk soll auch Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette ausloten. Die Ergebnisse der Workshops und Diskussionen werden auf einer Sonderausstellungsfläche der Messe „Hortivation“ in Form von umsetzungsreifen Präsentationsideen vorgestellt. Der BGI plant, die Besucher der „Hortivation“ in diese Diskussionen einzubeziehen und dafür einen entsprechenden Rahmen zu schaffen. Die Sonderausstellungsfläche des BGI ist ein Bestandteil der „Hortivation“, die sich als „Innovationserlebniswelt für die grüne Branche“ versteht und neue Geschäftsimpulse für den Gartenbau entwickeln will.

10.12.2015

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