Zukunftsstrategien und Herausforderungen im Gartenbau
Die 108. Präsidiumssitzung des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) befasste sich am 3. und 4. Dezember mit zentralen Zukunftsfragen des Gartenbaus. Ein Schwerpunkt lag auf der Stärkung der Forschung und dem Innovationstransfer innerhalb der Branche.
Christopher Straeter, Geschäftsführer von WeGa – Kompetenznetz Gartenbau e.V., stellte die Forschungsstrategie Gartenbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Titel HortInnova vor. Dieses Projekt zielt darauf ab, die gartenbauliche Forschung zu stärken und den Transfer von Innovationen in die Praxis zu fördern. Der ZVG begleitet die Entwicklung von HortInnova von Beginn an.
Die Bedeutung globaler und wirtschaftlicher Zusammenhänge für den Gartenbau wurde von Dr. Friedrich Wacker, Unterabteilungsleiter im BMEL, beleuchtet. Er referierte über die potenziellen Auswirkungen des geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) auf den Sektor.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle von Grün in der Stadt. Prof. Dr. Hagen Eyink, Referatsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), hob hervor, dass der ZVG mit seiner Expertise und Erfahrung in diesem gesellschaftlich relevanten Bereich eine wichtige Rolle einnimmt.
Das ZVG-Präsidium begrüßte die Weißbuch-Initiative des BMEL, die sich mit städtischem Grün befasst. Gleichzeitig betonte das Präsidium, dass neben der Schaffung von mehr städtischem Grün auch die kontinuierliche Pflege des öffentlichen Grüns nicht vernachlässigt werden dürfe. Im Rahmen des Weißbuchprozesses müsse zudem die Finanzierung der kommunalen Grünpflege sichergestellt werden.
