Bis zu 500.000 Euro jährlich für Netzwerk naturnaher Kommunen
Das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. (Kommbio) erhält ab 2024 eine institutionelle Förderung in Höhe von bis zu 500.000 Euro jährlich. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde am 2. Dezember durch Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMUV), an Geschäftsführer Robert Spreter überreicht. Damit kann das Netzwerk seine bundesweite Arbeit langfristig absichern und ausbauen.
Kommbio unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Förderung der biologischen Vielfalt im besiedelten Raum. Angesichts zunehmender Urbanisierung gewinnt das Thema Stadtnatur weiter an Bedeutung. Naturnahe Grünflächen tragen wesentlich zur Lebensqualität bei und stärken die ökologische Resilienz urbaner Räume.
„Immer mehr Menschen leben in Städten, aber auch dort brauchen Menschen die alltägliche Erfahrung mit Natur um sich wohlfühlen zu können. Daher wird das Thema Stadtnatur weiter an Bedeutung gewinnen und unsere Unterstützung der Kommunen immer wichtiger,“ erläuterte Spreter die Arbeit von Kommbio.
Größtes Netzwerk naturnaher Kommunen
Das 2012 gegründete Bündnis ist mit über 400 Mitgliedskommunen das größte deutsche Netzwerk für naturnahe Kommunen. Es fördert den fachlichen Austausch und unterstützt bei Öffentlichkeitsarbeit sowie der Interessenvertretung gegenüber Bund und Ländern. Zudem organisiert der Verein Fortbildungen, gemeinsame Aktionen und Projekte.
Ziel ist es, die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen zu stärken. Kommunen werden dabei begleitet, Biodiversität als strategisches Handlungsfeld zu verankern und entsprechende Maßnahmen strukturiert umzusetzen.
Praxisnahe Unterstützung für Kommunen
Im Projekt N.A.T.U.R. (Nachhaltiger Artenschutz durch Theorie & Umsetzung im besiedelten Raum) vermittelt Kommbio praxisorientiertes Fachwissen. Webinare, Vor-Ort-Fortbildungen und konkrete Anwendungsbeispiele unterstützen die Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität.
Ergänzend erhalten Kommunen Zugang zu umfangreichen Informationsmaterialien sowie zu aktuellen Förderprogrammen von Bund, Ländern, Europäischer Union und privaten Stiftungen. So werden Leitbilder, Konzepte und Strategien – etwa kommunale Biodiversitätsstrategien – gezielt entwickelt und in Verwaltung sowie Politik verankert.
Ein weiterer Baustein ist das Label „StadtGrün naturnah“, mit dem vorbildliches Engagement im naturnahen Grünflächenmanagement ausgezeichnet wird. Darüber hinaus fördert das Bündnis die Vernetzung der Kommunen untereinander, um Erfahrungen auszutauschen und bewährte Lösungen schneller in die Praxis zu übertragen.
