Ursprung und europäische Ausbreitung der Initiative
Die Initiative „Natur im Garten“ engagiert sich seit über 18 Jahren für die ökologische Gestaltung von Gärten und Grünflächen in Niederösterreich. Diese Bewegung hat sich von Niederösterreich aus in Europa verbreitet. Seit 2012 setzt sich der internationale Verein „European Garden Association – Natur im Garten International“ dafür ein, ökologisches Gärtnern in den Förderprogrammen der Europäischen Union zu verankern.
Die Plakette mit dem Igel-Symbol kennzeichnet Gärten, die nach den Prinzipien von „Natur im Garten“ gestaltet sind. Sie ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Südtirol an Gartenzäunen zu finden. Kürzlich wurde eine Kooperation mit dem Bundesland Berlin-Brandenburg begonnen. Der Verein „European Garden Association – Natur im Garten International“ fördert das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Lebensräume für die heimische Flora und Fauna in ganz Europa.
Ziele und Verbreitung der Initiative
Die Kernziele der Initiative sind die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen sowie die Förderung der Biodiversität. Die naturnahe Gartenpflege wird als aktiver Umweltschutz verstanden.
„Wir sind stolz, dass aus der vor 18 Jahren aus der Taufe gehobenen Aktion ,Natur im Garten‘ eine lebendige Bewegung quer durch Europa entstanden ist.“
Wissen, Fachpublikationen und ausgewählte Elemente der Aktion, wie die „Natur im Garten“-Plakette, werden von Partnern in ganz Europa in Lizenz übernommen.
Durch die Aktion „Natur im Garten“ soll auch das Marktangebot und die allgemeine Garten- und Grünraumgestaltung ökologisiert werden. Weitere Anliegen sind die Revitalisierung alter Gartenanlagen und die Bereitstellung von Fachwissen für den ökologischen Gartenbau. Die Initiative versteht sich auch als Impulsgeber, beispielsweise im Bereich des Gartentourismus. In Niederösterreich ziehen DIE GARTEN TULLN und die Schaugärten jährlich über drei Millionen Besucher an.
Internationale Vernetzung und Erfahrungsaustausch
Die internationale Vernetzung ermöglicht den Austausch von Erfahrungen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Bedeutende Garteninstitutionen, insbesondere im deutschen Sprachraum, haben sich unter dem Dach von „Natur im Garten International“ organisiert. Sie tauschen sich regelmäßig über ihre ökologischen Gartenaktivitäten aus. Diese Gruppe, informell als „Tullner Runde“ bezeichnet, besteht aus Garteninitiativen, Gartenakademien, Betreibern von Gartenanlagen und Vereinen.
Bereits seit 2009 werden gemeinsam ökologische Gartenschwerpunkte festgelegt, in regelmäßigen Treffen diskutiert und in den jeweiligen Institutionen weiterentwickelt und vermittelt.
