Herkunft und Wuchs des Sumpf-Hibiskus
Der dekorative Hibiscus moscheutos, botanisch als Sumpf- oder Staudeneibisch bekannt, gehört zu den Malvengewächsen. Ursprünglich stammt diese Pflanze aus Nordamerika. Heute ist der großblumige Hibiskus in vielen Gärten sowie auf Balkonen und Terrassen zu finden. Sein Name leitet sich von seinem niedrigen, buschigen Wuchs ab. Im Botanischen Garten Karlsruhe sind die Staudeneibische in Kübeln kultiviert.
Die tiefroten, tellergroßen Blüten ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.
Manche Zuchtformen bilden Blüten mit einem Durchmesser bis zu 30 Zentimetern aus. Hier bei uns werden die Blüten bis zu 20 Zentimeter groß – ein echter Hingucker.
erklärt Thomas Huber, der Leiter des Botanischen Gartens. Jede einzelne Blüte ist nur einen Tag lang geöffnet, jedoch öffnen sich täglich neue Blüten, sofern Standort und Pflege optimal sind.
Standort und Pflegehinweise
Staudeneibische können sowohl im Garten als auch im Kübel kultiviert werden. Die Pflanze bevorzugt einen vollsonnigen Standort.
Der Staudeneibisch liebt einen vollsonnigen Standort und braucht so viel Wärme wie möglich.
betont Thomas Huber. Entsprechend hoch ist sein Dünge- und Wasserbedarf. Unter optimalen Bedingungen kann die Pflanze bis zu 1,50 Meter hochwachsen.
Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Da die Pflanze dann kein Laub trägt, kann sie kühl und dunkel überwintert werden. In Regionen mit Weinbauklima ist sie winterhart und ausdauernd. Ab etwa Mitte April treibt sie wieder neu aus.
Sobald neue Triebe kommen, braucht der Staudeneibisch wieder Licht. Dann steht dem faszinierenden Blütenzauber von Juli bis Oktober nichts entgegen.
so Thomas Huber.
Vielfalt der Hibiskus-Arten weltweit
Weltweit sind rund 500 Hibiskus-Arten bekannt. Einige Sorten sind essbar oder werden als Heilpflanze verwendet. Bereits im Jahr 1825 verzeichneten die Bestände des Botanischen Gartens Karlsruhe 33 verschiedene Hibiskusarten. Heute sind dort zwei Arten zu finden. Neben dem Staudeneibisch, der auch in heimischen Gärten gedeiht, beherbergt der Garten auch tropische Exoten. Diese gelangten über die alten Handelswege der Seidenstraße von Indien und China nach Europa und benötigen im Gegensatz zum Staudeneibisch auch im Winter Wärme.
