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Markt für Blumen und Zierpflanzen 2015: Rückgang bei Topfsortimenten

Der deutsche Markt für Blumen und Zierpflanzen verzeichnete 2015 einen Rückgang von rund einem Prozent. Insbesondere klassische Topfsortimente wie Zimmer-, Beet- und Balkonpflanzen erreichten nicht das Vorjahresergebnis, während Schnittblumen stabil blieben.

Stabile Entwicklung bei Schnittblumen trotz Gesamtmarktrückgang

Das Segment der Schnittblumen zeigte sich 2015 stabil und erreichte ein Volumen von knapp 3 Milliarden Euro zu Einzelhandelspreisen. Das hohe Convenience-Niveau, insbesondere bei Gestecken und Mischsträußen, sowie das flächendeckende Angebot im Systemhandel (Baumärkte, Lebensmitteleinzelhandel, Discount) trugen zur Stabilität bei. Auch die Top 10 der Schnittblumen blieben weitgehend unverändert.

Für die Top 10 werden ausschließlich Monosträuße betrachtet, die eine Pflanzenart umfassen. Im Fachhandel stieg der Durchschnittspreis für einen Monostrauß 2015 auf 5,54 Euro, ein Plus von 22 Cent gegenüber dem Vorjahr. Im Systemhandel sank der Durchschnittspreis hingegen um 2 Cent auf 2,13 Euro. Rosen im Monostrauß konnten ihren Anteil an den Top 10 weiter auf 45 Prozent ausbauen. Chrysanthemen und Tulpen folgten mit jeweils knapp 11 Prozent der Ausgaben. Gerbera und Sonnenblumen hielten ihre Plätze 4 und 5 mit Anteilen von jeweils rund 4 Prozent.

Rückgang bei blühenden Zimmerpflanzen

Der Markt für blühende Zimmerpflanzen schrumpfte auf knapp 1,1 Milliarden Euro, was einem Rückgang von rund 3 Prozent entspricht. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben sanken um 50 Cent auf etwa 13,40 Euro. Im Fachhandel lag der Durchschnittspreis pro Pflanze bei 4,76 Euro, im Systemhandel bei 3,18 Euro.

Die Top 10 der blühenden Zimmerpflanzen zeigten Veränderungen ab Platz 4. Topf-Orchideen führten die Liste weiterhin mit 36 Prozent an, gefolgt von Weihnachtssternen und Alpenveilchen. Kalanchoe verdrängte Topf-Rosen vom vierten Platz. Hortensien behaupteten den sechsten Platz, gefolgt von Amaryllis, die Azaleen ablöste. Narzissen verbesserten sich um einen Platz und schlossen die Top 10 vor den erstmals gelisteten Hyazinthen ab, die Anthurien aus dem Ranking verdrängten.

Beet- und Balkonpflanzen mit neuem Spitzenreiter

Der Markt für Beet- und Balkonpflanzen verzeichnete 2015 einen Rückgang um knapp 3 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben lagen bei knapp 22 Euro. Während die Preise im Fachhandel konstant bei 1,68 Euro pro Pflanze blieben, sank der Durchschnittspreis im Systemhandel um 2 Cent auf 1,23 Euro.

Diese Marktveränderungen führten zu einem neuen Spitzenreiter in den Top 10: Heide. Nachdem Geranien jahrelang den ersten Platz knapp vor der Heide behauptet hatten, konnten sie 2015 zwar ihren Marktanteil von 12 Prozent halten, verloren aber die Spitzenposition. Sommerheide eroberte mit einem Anstieg des Marktanteils um rund 2 Prozentpunkte auf 13 Prozent die Top-Position. Stiefmütterchen, einschließlich Hornveilchen, hielten den dritten Platz mit einem konstanten Anteil von 7 Prozent. Petunien verdrängten Chrysanthemen auf den fünften Platz, wobei beide rund 6 Prozent der Ausgaben ausmachten. Strauchmargeriten stiegen um zwei Plätze, während Beetbegonien auf Platz 7 verdrängt wurden. Frühlingsprimeln behaupteten den achten Platz vor Fuchsien. Durch eine systematische Änderung, die Rosen für den Außenbereich den Gehölzen zuordnet, entfiel diese Position in den Top 10 der Beet- und Balkonpflanzen. Platz 10 ging 2015 an die Husarenknöpfchen, die den Einzug der Verbenen verhinderten.

10.05.2016

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