Moderates Wachstum trotz Krisen und steigender Unsicherheiten
Das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal 2022 gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gestiegen. Damit setzt sich die moderate Erholung der deutschen Wirtschaft fort – trotz anhaltender Belastungen durch globale Krisen.
Bereits im zweiten Quartal hatte sich ein leichter Zuwachs von 0,1 Prozent gezeigt. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt jedoch von Unsicherheiten geprägt, unter anderem durch gestörte Lieferketten, steigende Energiepreise, die Folgen der Corona-Pandemie sowie den Krieg in der Ukraine.
Privater Konsum als Wachstumstreiber
Im dritten Quartal gingen die wichtigsten Impulse von den privaten Konsumausgaben aus. Diese trugen maßgeblich dazu bei, dass die Wirtschaftsleistung insgesamt weiter zulegen konnte.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich ein preisbereinigtes Wachstum von 1,1 Prozent, kalenderbereinigt liegt der Zuwachs bei 1,2 Prozent.
Erstmals über Vorkrisenniveau
Ein wichtiger Meilenstein: Gegenüber dem vierten Quartal 2019 liegt das BIP nun leicht im Plus. Mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent wurde das Niveau vor Beginn der Corona-Krise erstmals wieder übertroffen.
Gleichzeitig bleibt die Aussagekraft der Daten eingeschränkt, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt sind.
Leichte Revision der Vorquartale
Im Zuge der aktuellen Veröffentlichung wurden auch die bisherigen Berechnungen für das erste und zweite Quartal 2022 überprüft. Die Anpassungen fallen jedoch gering aus und bewegen sich im Bereich von bis zu 0,1 Prozentpunkten.
Damit bestätigt sich insgesamt das Bild einer stabilisierenden, aber weiterhin anfälligen wirtschaftlichen Entwicklung.
