Anerkennung gärtnerischer Leistungen auf der BUGA
Die Preisträger wurden in der Aula des Bildungscampus von Dr. Thomas Schmidt, Ministerialrat im BMEL, und Hartmut Weimann, Vizepräsident des ZVG, zusammen mit der Deutschen Blumenfee 2019, Annika Stroers, geehrt. Die Ehrenpreise wurden in 16 Kategorien vergeben. Dazu zählten unter anderem die besten Leistungen bei Frühjahrsblühern, Sommerblumen, Zwiebeln, Knollen, Dahlien und Iris im Freilandwettbewerb. Ebenso wurden Leistungen in den Bereichen Grabbepflanzung, Neuheiten, Grünpflanzen, Topfpflanzen, Schnittblumen, Stauden, Gehölze, Obst, Gemüse, Floristik und Standgestaltung prämiert.
Rüdiger Eckhardt, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), verlas zu Beginn der Veranstaltung die bereits im September vergebenen Ehrenpreise im Garten- und Landschaftsgärtnerischen Wettbewerb. Zahlreiche Familienangehörige und Betriebsmitarbeiter der Gärtner aus ganz Deutschland begleiteten die Preisträger.
Herausforderungen und Bedeutung der BUGA für den Gartenbau
Jochen Sandner, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, moderierte die Veranstaltung und interviewte Rüdiger Eckhardt. Eckhardt hob das Engagement der Gärtner hervor, insbesondere angesichts der Herausforderungen wie Sommertagen mit bis zu 40 Grad Hitze. Besondere Anforderungen bestanden in der Pflege, der Verwendung von torffreien Substraten und der Logistik, die allein 600 LKW-Ladungen vor und während der BUGA umfasste.
Hanspeter Faas, Geschäftsführer der BUGA Heilbronn 2019, betonte die Bedeutung der Qualität auf einer Gartenschau:
Die zentralen Themen einer Gartenschau bleiben Pflanze und Garten, 85 % unserer Besucher kamen deshalb nach Heilbronn. Wichtig ist es, ihnen Qualität zu bieten, nicht Quantität. Lieber verzichten wir auf ein paar Hektar Ausstellungsfläche. An der Qualität darf auch nicht gerüttelt werden.
Hartmut Weimann, Vizepräsident des ZVG, stellte den deutschen Gartenbau und die BUGA in einen politischen Kontext. Er verwies auf die Rolle der BUGA als Türöffner für die grüne Infrastruktur von Städten und die Lösungen, die der Gartenbau für zukünftige Themen wie Biodiversität, Arterhalt und den Einsatz stresstoleranter Gehölze bietet.
Lutze von Wurmb, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG, ermutigte die Preisträger, ihre Auszeichnung zu nutzen und ihre positiven Erfahrungen weiterzugeben, um junge Betriebe zur Teilnahme zu motivieren. Er äußerte die Hoffnung, viele von ihnen im April 2021 in Erfurt begrüßen zu können.
Insgesamt konnten 33 Staatsehrenpreisträger und Ehrenpreisträger des ZVG die Veranstaltung mit ihren Auszeichnungen abschließen. Viele von ihnen bekundeten bereits ihr Interesse am Ausstellerinformationstag am 20. Juni 2020 in Erfurt.
