Ursachen für die Preisentwicklung im Baumschulbereich
Die Preise für Gehölze werden voraussichtlich steigen. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) rechnet mit einem Preisanstieg von zehn bis 15 Prozent. Diese Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die sich auf die Produktion und Beschaffung von Baumschulware auswirken.
Ein wesentlicher Grund sind die gestiegenen Beschaffungskosten für Jungpflanzen. Hinzu kommen Steuererhöhungen, die die Baumschulbranche betreffen, sowie die Verteuerung der Produktion durch die Einführung der CO2-Bepreisung.
Gleichzeitig ist eine stark gestiegene Nachfrage nach vielen Sortimenten zu verzeichnen, die teilweise nicht vollständig bedient werden kann. Besonders betroffen sind Obst- und Heckenpflanzen sowie Blühsträucher, die teils ausverkauft sind. Auch bei Großgehölzen für den urbanen Raum gibt es Engpässe.
Die Jahre 2020 und das erste Halbjahr 2021 waren für die Baumschulen trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie von einer guten Auftragslage geprägt. Viele Gartenbesitzer nutzten die Lockdown-Monate, um ihr Wohnumfeld mit neuen Pflanzen aufzuwerten. Städte und Gemeinden investierten zudem verstärkt in die grüne Infrastruktur, da sie die Bedeutung von Grünflächen für die Bevölkerung erkannten.
Ein weiterer Faktor ist die hohe Nachfrage nach Nachpflanzungen, die aufgrund der Dürre der letzten Sommer notwendig wurden. Auch der anhaltend boomende private Bausektor trägt zu vollen Auftragsbüchern der Baumschulunternehmen bei. Die Verknappung der Pflanzenbestände in den Baumschulquartieren zeigt sich bereits in den Preisen für Baumschulware im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau).
„Wir rechnen mit einem Preisanstieg von zehn bis 15 Prozent“, kommentiert Markus Guhl, BdB-Hauptgeschäftsführer. „Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle: angefangen bei den höheren Beschaffungskosten von vielen Jungpflanzen über Steuererhöhungen für die Baumschulbranche bis hin zu Verteuerung der Produktion durch die CO2-Bepreisung.“
Diese Preisentwicklungen werden sich voraussichtlich auch in Gartencentern und Baumärkten bemerkbar machen.
