Risiken des Pflanzenimports und die Notwendigkeit von Kontrollen
„Der Fund der infizierten Olivenbäume in Belgien zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, vor allem Pflanzen aus mediterranen Ländern vor dem Import auf ihre Gesundheit zu überprüfen.“ [cite: 20]
Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB, betont die Notwendigkeit von Kontrollen. Eine Einschleppung von Xylella führt zur Vernichtung befallener Pflanzen und zur Einrichtung kilometerweiter Quarantänezonen. Dies dient dem Schutz der heimischen Flora vor dem Pflanzenschädling.
Innerhalb solcher Sperrkreise können Baumschulen, Gartencenter und Baumärkte mit Gartenabteilung von Verkaufsverboten betroffen sein. Um dies zu verhindern, müssen alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
Präventive Maßnahmen: Leitfaden und Labortests
Der BdB hat bereits vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut einen Leitfaden für den Umgang mit Hochrisikopflanzen herausgegeben, die von Xylella befallen werden können. Der aktuelle Fall in Belgien unterstreicht die Bedeutung dieser Kontrollen.
„Importe ohne Kontrollen sind unverantwortlich.“ [cite: 20]
Die Symptome einer Xylella-Infektion können leicht mit Anzeichen eines trockenen Sommers verwechselt werden, was zu welken Blättern führt. Eine solche Verwechslung kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Der Bund deutscher Baumschulen empfiehlt daher, importierte Pflanzen bereits im Herkunftsland einem Labortest zu unterziehen, um eine sichere Lieferung zu gewährleisten.
„Wir erhoffen uns durch das warnende Beispiel in Belgien eine noch größere Sensibilisierung in allen Betrieben, die mediterrane Pflanzen einführen.“ [cite: 20]
