Die Grüne Stadt

Bund startet Förderprogramm für mehr Stadtnatur

29.07.2021

Der Bund fördert neue Projekte für mehr naturnahe Grünflächen in Städten. Kommunen können im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt Maßnahmen für Stadtnatur, Biodiversität und klimaangepasste Grünräume beantragen.

Neue Fördermöglichkeiten unterstützen Städte bei mehr Biodiversität und urbanem Grün

Das Bundesumweltministerium baut seine Förderung für naturnahe Grünflächen in Städten weiter aus. Mit einem neuen Förderschwerpunkt „Stadtnatur“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sollen Kommunen dabei unterstützt werden, mehr Grün in urbanen Räumen zu schaffen und die biologische Vielfalt zu stärken.

Grundlage der Initiative ist der Masterplan Stadtnatur der Bundesregierung. Ziel ist es, den Anteil an naturnahen Grün- und Freiflächen in Städten zu erhöhen und gleichzeitig Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu sichern.

Mehr Lebensqualität durch urbane Grünflächen

Naturnahe Grünflächen erfüllen in Städten zahlreiche Funktionen. Sie verbessern die Luftqualität, speichern und filtern Wasser und tragen zur Kühlung des Stadtklimas bei. Gleichzeitig bieten sie Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.

„Derzeit leben Dreiviertel der Bevölkerung in Städten und stadtnahen Gebieten. Sie alle profitieren von einer intakten Stadtnatur. Mit Straßenbäumen und Parks, naturnahen Vorgärten sowie begrünten Dächern und Fassaden verbessern wir die Lebensqualität in unseren Städten“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Darüber hinaus tragen solche Maßnahmen dazu bei, dem Rückgang der Artenvielfalt entgegenzuwirken und Naturerlebnisse im Alltag zu ermöglichen.

Kommunen können Fördermittel beantragen

Die neue Förderrichtlinie ermöglicht Städten und Gemeinden, Projekte für mehr biologische Vielfalt im Siedlungsraum zu beantragen. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung und Pflege öffentlicher Grünflächen.

Zu den möglichen Fördermaßnahmen gehören:

  • Erhöhung des Anteils naturnaher Grün- und Freiflächen
  • Einführung eines ökologischen Grünflächenmanagements
  • Verwendung von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut
  • Erhalt von Alt- und Biotopbäumen
  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger

Darüber hinaus sollen typische Stadtarten wie Mauersegler oder Zwergfledermäuse gezielt geschützt und ihre Lebensräume miteinander vernetzt werden.

Kommunale Strategien zur Biodiversität

Neben konkreten Projekten unterstützt das Programm auch die Entwicklung kommunaler Strategien zur biologischen Vielfalt. Städte und Gemeinden können beispielsweise Biodiversitätsstrategien erarbeiten und entsprechende Maßnahmen umsetzen.

Ein weiterer Baustein ist die Förderung von Biodiversitätsmanagerinnen und Biodiversitätsmanagern, die entsprechende Projekte vor Ort koordinieren und begleiten.

„Natur in der Stadt wirkt als grüne Infrastruktur, die unsere Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel macht und gleichzeitig attraktiv und lebenswert gestaltet“, betonte Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz.

Mit dem neuen Förderangebot möchte der Bund Städte und Gemeinden dabei unterstützen, langfristige Strategien für mehr Natur im urbanen Raum zu entwickeln und umzusetzen.

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