Zukünftige Herausforderungen für Stadtbäume
Helmut Selders betonte die Bedeutung von Bäumen für das Stadtgrün. Er wies darauf hin, dass der Stadtraum bereits heute einen Extremstandort für Bäume darstellt. Besonders an Straßen seien Bäume durch Teer, Beton, unterirdische Leitungen und verdichteten Boden eingeschränkt.
Durch den Klimawandel werden die Standortbedingungen in den Städten härter. Hitze und Trockenheit, aber auch Stürme und neue Schaderreger, die nach Deutschland einwandern, werden den Bäumen das Leben schwer machen. Das wird eine große Herausforderung für uns alle werden.
Angesichts dieser Entwicklung informierte Selders die Ministerin über die Anstrengungen der Branche. Gemeinsam mit gartenbaulichen Forschungsanstalten werden neben dem etablierten Baumsortiment auch neue Arten und Sorten erforscht, die den veränderten Bedingungen im Stadtraum standhalten können.
Wir müssen schon heute wissen, welche Bäume in zwanzig oder dreißig Jahren im Stadtraum funktionieren. Denn ein Baum, der in der Stadt gepflanzt wird, ist bereits zehn bis fünfzehn Jahre alt. Die Baumschulproduktion braucht einen langen Atem.
Neben der Forschung sei es entscheidend, die Grünflächen und insbesondere die Bäume qualitativ zu erhalten. Die zunehmende Nutzung durch die wachsende Stadtbevölkerung sowie die schwierigeren Umwelteinflüsse erforderten planerisches und pflegerisches Fachwissen. Dies bedeute den Einsatz von Fachkräften und zusätzliche finanzielle Mittel.
