Epoxidharzsysteme sorgen für langlebige, rutschfeste und gut sichtbare Radverkehrsflächen
Der Radverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung, bleibt in Deutschland jedoch weiterhin hinter seinem Potenzial zurück. Während hierzulande rund neun Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, erreichen Länder wie die Niederlande deutlich höhere Anteile. Mit steigender Nutzung wächst auch der Anspruch an sichere und gut erkennbare Infrastruktur – insbesondere im Garten- und Landschaftsbau und in der kommunalen Flächenplanung.
Eine bewährte Lösung zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Sicherheit sind farbige Radwegbeschichtungen. Die Produkte „cds-Beschichtung RW“ und „cds-Radwegbeschichtung“ von Possehl Spezialbau basieren auf Epoxidharz und werden bereits großflächig eingesetzt. Allein in den Niederlanden sind entsprechende Systeme auf über 600.000 Quadratmetern im Einsatz.
Griffige Oberfläche für mehr Sicherheit
Die Beschichtungen bestehen aus lösemittelfreien Reaktionsharz-Systemen auf Epoxidharzbasis. Nach dem Auftragen wird farbiger Quarzsand eingestreut, dessen Farbgebung frei gewählt werden kann. Dadurch entstehen gut sichtbare Radverkehrsflächen mit klarer optischer Abgrenzung.
Der eingestreute Quarzsand sorgt gleichzeitig für eine griffige Oberfläche. Dies reduziert insbesondere bei Nässe das Unfallrisiko und erhöht die Verkehrssicherheit nachhaltig.
Langlebigkeit und Materialeigenschaften
Die eingesetzten Epoxidharze kommen ohne Weichmacher aus und bleiben dauerhaft flexibel. Das Material ist ISO-zertifiziert und speziell für den Einsatz auf Asphaltflächen geeignet. Auch nach mehreren Jahren behalten die Beschichtungen ihre funktionalen Eigenschaften.
Im Vergleich zu Beschichtungen auf Acrylatbasis bieten Epoxidharz-Systeme eine deutlich höhere Abriebbeständigkeit. Selbst nach fünf bis zehn Jahren zeigen die Flächen vergleichbare Oberflächeneigenschaften wie unmittelbar nach der Ausführung.
Einfache Verarbeitung auf der Baustelle
Das Zweikomponenten-System wird aus Stamm- und Härterkomponente gemischt und anschließend direkt auf die vorbereitete Fläche aufgebracht. Die Verarbeitung erfolgt in mehreren klar definierten Schritten:
- Aufbringen und gleichmäßiges Verteilen des Materials
- Nachrollen zur Egalisierung
- Abstreuen mit farbigem Quarzsand
Mit diesem Verfahren erreichen zwei Arbeitskräfte eine Tagesleistung von rund 300 Metern Radweg. Die beschichteten Flächen sind bereits nach wenigen Stunden wieder nutzbar, was kurze Sperrzeiten ermöglicht.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Neben klassischen Radwegen eignen sich die Beschichtungen auch für weitere Anwendungen im öffentlichen Raum. Besonders bei vorgezogenen Radstreifen neben Fahrbahnen spielen die hohe Abriebfestigkeit und Sichtbarkeit ihre Vorteile aus.
Darüber hinaus können die Systeme auf Betonflächen oder Holzbrücken eingesetzt werden und bieten damit zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für kommunale Projekte. Für Planer und Ausführende im Gartenbau eröffnen sich so flexible Optionen zur sicheren und langlebigen Flächengestaltung.
