Naturschutz

Artenvielfalt sichern für stabile Ernten

Die internationale Staatengemeinschaft hat ein globales Abkommen zum Schutz der Natur und zur Bekämpfung des Artensterbens verabschiedet. Dieses Framework ist besonders wichtig für die Landwirtschaft und die Sicherung der Ernährung, da stabile Ökosysteme und genetische Vielfalt für stabile Ernten unerlässlich sind.

Globale Einigung für den Artenschutz

Die internationale Staatengemeinschaft hat auf der Weltnaturkonferenz in Montreal das „Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework“ verabschiedet. Dieses globale Abkommen zielt darauf ab, die Natur zu schützen und das Artensterben zu bekämpfen. Die Vereinbarung rückt den Artenschutz auf die politische Agenda und hat weitreichende Bedeutung, insbesondere für die Landwirtschaft und die Sicherung der Ernährung.

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, betont die Notwendigkeit stabiler Ökosysteme für stabile Ernten. Eine große genetische Vielfalt ist zudem entscheidend, um die Landwirtschaft und Tierhaltung an sich ändernde Temperaturen und Niederschläge anpassen zu können. Der Schutz der Artenvielfalt wird somit direkt mit der Sicherung der Ernährung verknüpft.

„Die Staatengemeinschaft rückt die Bekämpfung des Artensterbens endlich da hin, wo sie hingehört: nach oben auf die politische Agenda. Dafür danke ich vor allem auch meiner Kollegin, Bundesumweltministerin Steffi Lemke. Denn das Signal aus Montreal ist auch für die Landwirtschaft und unsere Ernährung wichtig. Schließlich sind wir für stabile Ernten auch auf stabile Ökosysteme angewiesen. Außerdem brauchen wir eine große genetische Vielfalt, um uns auf dem Acker und in der Tierhaltung auf sich ändernde Temperaturen und Niederschläge einstellen zu können. Artenvielfalt schützen, das heißt immer auch Ernährung sichern.“

Die auf der Weltnaturkonferenz vereinbarten Schutzziele bestätigen die aktuellen Bemühungen in Deutschland und auf europäischer Ebene. Dazu gehören Maßnahmen zur Verringerung des Pestizideinsatzes und zur Reduzierung von Nitratüberschüssen. Diese Initiativen sind besonders relevant, da Artenschutz keine nationalen Grenzen kennt.

20.12.2022

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