Chaps and More: Erster Hersteller in der grünen Branche mit zertifiziertem Knieschutz nach neuer EU-Norm

Berufs- und Schutzkleidung

Chaps and More ist der erste Hersteller in der grünen Branche, der Knieschutz nach der neuen EU-Norm DIN EN 14404 zertifiziert hat. Diese Norm stellt hohe Anforderungen an Material und Ergonomie, um Knieverletzungen effektiv vorzubeugen.

Die neue EU-Norm und ihre Herausforderungen

Mit der Einführung der europäischen Norm DIN EN 14404 unterliegt Knieschutz in allen Ausführungen nun einer Baumusterprüfung. Obwohl Knieverletzungen wie Meniskusschäden oder Schleimbeutelerkrankungen seit Langem als Berufskrankheiten anerkannt sind, konnte die Herstellung von Knieschutz bisher ohne spezifische Qualifikationen erfolgen.

Aktuell sind lediglich etwa zwei Prozent aller Knieschützer oder Hosen mit integriertem Knieschutz zertifiziert. Die restlichen 98 Prozent haben die Prüfungen entweder nicht bestanden, befinden sich noch im Prüfprozess oder ignorieren die gesetzlichen Vorgaben. Für die Erfüllung der EN 14404 werden von den Instituten der Berufsgenossenschaft 15 verschiedene Eigenschaften des Knieschutzes überprüft.

Neben grundlegenden Tests wie Mindestgrößen, Wasserbeständigkeit, Ergonomie der Polster und Unschädlichkeit für den Nutzer, stellen die Befestigung, Nachgiebigkeit und der Komfort der Bänder für viele Kniepolster bereits eine Hürde dar. Beispielsweise sind Bänder zur Befestigung am Bein mit einer Breite unter vier Zentimetern nicht mehr zulässig, da sie die Blutzirkulation erheblich beeinträchtigen und somit nachhaltige Gesundheitsschäden verursachen können.

Anspruchsvolle Prüfverfahren und ihre Bedeutung

Besonders anspruchsvoll sind die Prüfungen zur Druckverteilung des Polsters auf dem Knie, die Stichfestigkeit (Nagelprobe) und die Aufprallprüfung. Diese drei Eigenschaften sind für einen umfassenden und gesundheitsvorsorgenden Knieschutz unerlässlich. Bei der Nagelprobe wird ein Nagel mit einer Kraft von zehn Kilogramm frontal auf das Polster gestochen. Er darf dabei auf der Innenseite des Polsters nicht austreten. Chaps & More übertraf hierbei die Mindestvorgabe von 100 Newton mit 182 Newton.

Die Aufprallprüfung simuliert einen Sturz auf das Knie, indem das Polster aus einem Meter Höhe mit einem Gewicht von 100 Kilogramm belastet wird. Dabei werden die notwendige Abfederung der Kniescheibe und der Rücksprung des Polsters gemessen. Die Druckverteilung auf dem Knie wird mittels eines Prüfknies mit drei Sensoren simuliert, die die Druckverteilung bei allen menschlichen Kniebewegungen aufzeichnen. Diese Prüfung muss einen Wert unter 30 Newton ergeben; Polster, die höhere Werte erreichen, werden abgelehnt. Diese Prüfung ist besonders schwer zu bestehen, da Kniepolstereinlagen aus herkömmlichen Materialien oft nicht die erforderliche Polsterung und Rücksprungkraft bieten, um diese Werte zu erfüllen.

Anwender von Knieschutz sollten die europaweiten gesetzlichen Vorgaben nutzen und beim Kauf auf zertifizierten Knieschutz bestehen, da gesunde Mitarbeiter einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

Weitere Informationen:

Chaps & More

Lachtropweg 4
32130 Enger
Deutschland

Tel.: +49 5224 93741-0
Fax: +49 5224 93741-11

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