Wissenstransfer im Fokus des Statusberichts
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat den aktuellen Statusbericht der Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlicht. Der Bericht mit dem Untertitel „SPEZIAL Wissenstransfer“ deckt den Zeitraum von Januar 2022 bis Juni 2024 ab und ist in der Mediathek der FNR verfügbar.
Der Statusbericht konzentriert sich auf den Wissenstransfer im Kontext der Charta-Ziele Klimaschutz, Wertschöpfung und Ressourceneffizienz. Er beleuchtet knapp 100 ausgewählte Projekte des BMEL und des Thünen-Instituts sowie Maßnahmen der FNR, die den Wissens- und Informationstransfer von der Forschung in die Praxis unterstützen. Diese Projekte sind entlang der sechs Handlungsfelder der Charta für Holz 2.0 angesiedelt. Zudem bietet der Bericht einen Überblick über die Bedeutung des Wissenstransfers in den Arbeitsgruppen, die an der Umsetzung des Charta-Prozesses beteiligt sind. Die Charta-Ziele und die daraus abgeleiteten Handlungsfelder werden als weiterhin aktuell und als dringliche Aufgaben im Kontext der Klimakrise betrachtet. In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat das BMEL in Zusammenarbeit mit den Akteuren der Charta für Holz 2.0, der Ressortforschung und im Rahmen von Förderprogrammen zahlreiche Aktivitäten durchgeführt und unterstützt.
Handlungsfelder der Charta für Holz 2.0
Die Charta für Holz 2.0 umfasst sechs zentrale Handlungsfelder:
- Bauen mit Holz in Stadt und Land: Hier werden Potenziale des Holzbaus durch Wettbewerbe und digitale Schulungsformate aufgezeigt.
- Potenziale von Holz in der Bioökonomie: Innovative Produkte, beispielsweise aus Laubholz, sollen die Transformation zu einer grünen Wirtschaft fördern.
- Material- und Energieeffizienz: Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung tragen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und zum Klimaschutz bei.
- Ressource Wald und Holz: Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung soll die langfristige Holzverfügbarkeit sichern und gleichzeitig Biodiversität sowie die Kohlenstoffspeicherfunktion des Waldes schützen.
- Cluster Forst und Holz: Die Vernetzung von Akteuren und die Nachwuchsförderung entlang der Wertschöpfungskette sollen Synergien und Innovationen vorantreiben.
- Wald und Holz in der Gesellschaft: Bildungs- und Kommunikationsprojekte sollen das Bewusstsein für die Klimaschutzpotenziale des nachhaltigen Rohstoffs Holz stärken.
Der Charta-Statusbericht SPEZIAL kann in der Mediathek der FNR bestellt oder heruntergeladen werden.
Hintergrund der Charta für Holz 2.0
Die Charta für Holz 2.0 wurde 2017 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert. Sie bildet den Rahmen für die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und fördert den gesellschaftlichen Dialog zu Klimaschutz, der Schonung fossiler Ressourcen und der Stärkung ländlicher Räume durch Holznutzung. Die Ziele der Charta – Klima schützen, Werte schaffen, Ressourcen schonen – werden in spezifischen Handlungsfeldern definiert und durch Arbeitsgruppen im Cluster Forst und Holz umgesetzt. Die FNR betreut den Charta-Prozess im Auftrag des BMEL, während eine Steuerungsgruppe des BMEL die Koordination übernimmt.
