Grüne Dächer: Mehr als nur Ästhetik
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Dachbegrünung als Maßnahme zur Wärmedämmung in ihr Programm „Energieeffizient Sanieren“ aufgenommen. Seit dem 1. Juni können Anträge für die staatliche Förderung der Anlage grüner Dächer gestellt werden. Damit wird das Potenzial dieser Technologie zur Wärmedämmung erstmals systematisch anerkannt und gefördert.
Damit wird das Potential der Dachbegrünung als wärmedämmende Maßnahme erstmals anerkannt und systematisch gefördert.
Dachbegrünungen bieten neben ästhetischen und klimatischen Vorteilen auch ökonomische Nutzen. Sie wirken im Sommer einer Überhitzung des Dachraums entgegen und halten im Winter Kälte ab. Dies bestätigt eine Untersuchung von Dipl.-Ing. Susanne Herfort vom Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP). Die Studie analysierte aktuelle Forschungsergebnisse zur Energieeffizienz von Dachbegrünungen und deren positiver Wirkung als zusätzliche Dämmschicht.
Fördermöglichkeiten durch die KfW im Detail
Im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung gefördert, wozu nun auch die Anlage eines Gründaches als Wärmedämmung zählt. Die KfW vergibt Kredite von bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit für ein KfW-Effizienzhaus oder bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Der Zinssatz beträgt dabei 1 Prozent pro Jahr.
Zusätzlich erhalten Hauseigentümer einen Tilgungszuschuss, der das Darlehen reduziert und die Laufzeit verkürzt. Dadurch können Einsparungen von bis zu 13.125 Euro erzielt werden. Die Kreditvergabe erfolgt nicht direkt durch die KfW, sondern über andere Banken. Interessenten können sich an ihre Hausbank oder jede andere Bank wenden, die KfW-Kredite anbietet. Die Bank prüft die Finanzierung, schließt den Kreditvertrag ab und haftet gegenüber der KfW für die Rückzahlung.