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Anbau von Petersilie: Standortwahl und Pflegehinweise

Petersilie stellt spezifische Anforderungen an Anbau und Pflege. Ein warmer Boden und regelmäßiger Standortwechsel sind für ein erfolgreiches Gedeihen entscheidend. Erfahren Sie mehr über die optimale Aussaat, das Vorziehen und den Schutz vor Schädlingen.

Optimale Bedingungen für Petersilie

Die Petersilie, ein verbreitetes Küchenkraut, stellt spezifische Anforderungen an Anbau und Pflege. Ein warmer Boden und ein regelmäßiger Standortwechsel sind für ein erfolgreiches Gedeihen entscheidend.

Im Freiland kann Petersilie ab Ende April gesät werden, sobald der Boden ausreichend erwärmt ist. Eine höhere Bodentemperatur fördert eine zügigere Keimung. Der Boden sollte locker, humusreich und frischfeucht sein. Frisch ausgebrachter Dünger kann während der Keimphase schädlich wirken. Bei zu dichter Keimung ist ein Ausdünnen der Pflanzen ratsam.

Petersilie ist selbstunverträglich. Daher sollte sie an einem Standort angebaut werden, an dem in den vorangegangenen drei bis vier Jahren keine Petersilie oder andere Doldenblütler wie Dill und Möhre kultiviert wurden. Alternativ zum Direktanbau können Jungpflanzen vorgezogen oder erworben werden. Der Anbau in Kübeln und Balkonkästen stellt ebenfalls eine praktikable Option dar.

Petersilie vorziehen

Ab März ist das Vorziehen von Petersilie auf der Fensterbank möglich. Hierfür ist frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit zu verwenden. Als Aussaatgefäße eignen sich Blumenkästen oder Blumentöpfe. Diese werden zu etwa einem Drittel mit normaler Blumenerde gefüllt. Darauf wird hochwertige Aussaaterde bis kurz unter den Rand aufgebracht, wobei auf eine ebene Oberfläche zu achten ist.

Nach der Aussaat wird der Samen mit Erde bedeckt, leicht angedrückt und durchdringend gegossen. Bei einer konstanten Temperatur von 20 °C keimt Petersilie innerhalb von 14 Tagen. Bei kühleren Temperaturen verlängert sich die Keimdauer entsprechend. Während der Keimzeit ist darauf zu achten, dass die Erde nicht austrocknet, da bereits kurze Trockenheit zum Absterben der Keimlinge führen kann. Eine gleichbleibende, mäßige Bodenfeuchte ist daher essenziell.

Schadorganismen

Ungenügende Wuchsbedingungen können die Entwicklung von Petersilie beeinträchtigen und das Auftreten von Schadorganismen begünstigen. Dazu zählen Möhrenwurzelläuse, schädliche Bodennematoden sowie Pilzerkrankungen wie Sclerotinia, Septoria-Blattflecken und Falscher Mehltau. Im Freiland sollten junge Keimlinge zudem vor Schneckenfraß geschützt werden.

Sagen und Mythen rund um die Petersilie

Um die Petersilie ranken sich zahlreiche Mythen, insbesondere bezüglich ihrer langen Keimdauer. Ein alter Volksglaube besagt, dass dreimaliges Lachen während der Aussaat die Keimung beschleunigt. Auch die Aussaat an bestimmten Tagen des christlichen Kalenders, wie Karfreitag, dem Tag vor Mariä Verkündigung, Johanni oder Mariä Himmelfahrt (24. März, 23. Juni, 14. August), soll nach Volksglauben ein zügiges Wachstum fördern.

01.03.2014

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