Naturschutz

Das Grüne Band: Vom Todesstreifen zum Nationalen Naturmonument

Thüringen hat seinen Abschnitt des Grünen Bandes zum Nationalen Naturmonument erklärt. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth würdigte dieses Engagement und sprach sich dafür aus, das gesamte Grüne Band als Nationales Naturmonument auszuweisen.

Ein Signal für Naturschutz und Erinnerungskultur am Grünen Band

Das ist ein großartiges Signal für den Naturschutz und ein Zeichen der Erinnerungskultur für die Überwindung des früheren Todesstreifens zwischen den beiden deutschen Staaten.

Diese Aussage traf Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth bei einem Festakt zum Grünen Band in Creuzburg, Thüringen. Er lobte das Engagement des Freistaates für den Naturschutz und das Naturerleben entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Das sollte nur der erste Schritt sein, das gesamte Grüne Band sollte Nationales Naturmonument werden. Ich würde mich freuen, wenn alle Bundesländer entlang des Grünen Bandes im 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls diesem Beispiel folgen!

Das Grüne Band: Einzigartiger Lebensraumverbund

Das Grüne Band erstreckt sich über rund 1.400 Kilometer entlang des früheren Grenzstreifens und berührt neun Bundesländer. Die größten Anteile liegen in Thüringen mit etwa 763 Kilometern, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen.

Es bildet den längsten Verbund von Lebensräumen in Deutschland und durchzieht dabei nahezu alle deutschen Landschaften, von norddeutschen Niederungsgebieten bis zu den Mittelgebirgen.

Sicherung des Nationalen Naturerbes

Nach langen Diskussionen über die zukünftige Nutzung des Grenzstreifens in den 1990er Jahren entschied sich der Bund, die Grenzgrundstücke in Bundeseigentum nicht zu privatisieren. Stattdessen wurden sie den Bundesländern und Naturschutzinstitutionen kostenlos zur dauerhaften Bewahrung überlassen.

Seitdem sind im Grünen Band rund 6.800 Hektar von der Privatisierung ausgenommen und für den Schutz sowie das Erleben der Natur- und Landschaftsvielfalt bereitgestellt worden. Dies ist Teil des Nationalen Naturerbes, das der Bund bundesweit auf rund 156.000 Hektar dauerhaft ökologisch gesichert hat.

19.05.2019

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