Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Minimallöhne in der Grünen Branche werden für 2014 massiv erhöht (bis Fr. 350.-), darauf haben sich die Sozialpartner JardinSuisse und GBS Grüne Berufe Schweiz geeinigt. Den Betrieben wird empfohlen die Lohnsumme zwischen 0,5 % (Baumschulen) und 0,8 % (Garten- und Landschaftsbau) zu erhöhen.

Die Verhandlungsdelegationen der GBS, Berufsverband Grüne Berufe Schweiz, und von JardinSuisse, Unternehmerverband Gärtner Schweiz, haben sich am 11. November 2013 bezüglich der Anhebung der Mindestlöhne per 1.1.2014 nach zähen, aber fairen Verhandlungen geeinigt. Im Garten- und Landschaftsbau wurde vereinbart, die Mindestlöhne per 1.1.2014 für ungelernte Hilfskräfte auf 3'800 Franken anzuheben. Dieser Mindestlohn wird 13 mal ausbezahlt. Somit entspricht dieser Wert einem Monatslohn von Fr. 4'116 (mal 12). Fachkräfte erhalten nach dem Erlangen des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses EFZ mindestens Fr. 4'300.- und nach drei Jahren Berufserfahrung mindestens Fr. 4'500.
Mit diesen zum Teil massiven Erhöhungen passen die Partner die Mindestlöhne den in der Branche herrschenden Gegebenheiten an.

Da die Zierpflanzenproduzenten und Baumschulen wegen dem katastrophalen Frühjahr mit Umsätzen von bis zu 40 % unter dem Vorjahr in einer sehr schwierigen Lage sind, liegen die Mindestlöhne dieser der Landwirtschaft nahestehenden Brachen nach wie vor tiefer. Die Verhandlungspartner empfehlen den Betrieben, trotz der per Ende Oktober negativen Teuerung von -0.1%, die Lohnsumme um mindestens 0.8 % (Zierpflanzenbetriebe und Baumschulen um mindestens 0.5 %) zu erhöhen und die nach der Erhöhung der Mindestlöhne verbleibende Lohnsumme für individuelle Lohnanpassungen zu verwenden.

Der Gesamtarbeitsvertrag für die Grüne Brache gilt für die Mitgliederfirmen von JardinSuisse in der deutschen Schweiz, außer in den Kantonen Baselstadt und Baselland und Schaffhausen, welche einen eigenen regionalen GAV haben. Der GAV für die Grüne Branche regelt die Arbeitsbedingungen von mehr als 1'300 Betrieben mit gegen 10'000 Mitarbeitern.

 

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