Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Natur bekommt Verstärkung: Berlin tritt als größter Partner dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, bei. Der Verein setzt sich für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein. Mit dem Beitritt erklärt sich die Bundeshauptstadt als 259. Kommune bereit, weitere Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen.

Staatsekretär Stefan Tidow, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Geschäftsführer des Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ Robert Spreter. (Foto: Stadt_Berlin_Sen.UVK)

Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnisses, freut sich über die Entscheidung der Berliner: „Vielfältige Naturräume sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Deren Erhalt und Förderung ist daher ein wichtiges Ziel der Städte und Gemeinden. Der Beitritt der Metropole Berlin stärkt unser Bündnis, um gemeinsam die biologische Vielfalt in Kommunen zu erhöhen und voranzutreiben.“

In der 2012 verfassten „Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt“ sind anspruchsvolle Ziele für eine grünere und artenreichere Stadt beschlossen worden. Deren vollumfängliche Umsetzung wird aber noch viel Anstrengung und Zeit brauchen. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ bietet nun den Anknüpfungspunkt, die Umsetzung im Diskurs mit anderen aktiven Kommunen
weiterzuführen.
Der Beitritt Berlins ist ein positives Signal für den Artenerhalt in einer Zeit, in der unter anderem die Gesamtmenge und die Artenvielfalt der Insekten in Deutschland stark zurückgegangen sind:Zahlreichen Vögeln fehlen die Nahrungsquellen und Lebensräumen in unserer ausgeräumten Landschaft und sterilen Gärten. Wildbienen und andere Insekten fehlen als Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten.

Gerade in den dicht besiedelten Bezirken Berlins ist auch die soziale Komponente beim Schutz der biologischen Vielfalt von Bedeutung. Erfahrungen in der Natur sind wichtig für Kinder in ihrer Entwicklung und um gesund aufzuwachsen. Erwachsene nutzen ansprechende Grünräume für Bewegung und Erholung vom Alltag, am besten direkt vor der Haustür. Vielfältige Naturräume sind auch wesentlich widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Klimawandels.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können (siehe 1. Link). Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „StadtGrün naturnah“: 2. Link
Im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen
Vielfalt“ werden Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur gefördert (3. Link).

 

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