Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Pünktlich zu Beginn der umsatzstarken Frühjahrsmonate dürfen die Gartenmärkte in allen Bundesländern einheitlich unter Auflagen ihre Tore wieder öffnen. Für den Garteneinzelhandel zählen die Monate März, April und Mai zu den umsatzstärksten Monaten des Jahres.

Grafik: Destatis

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erzielte der Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und Düngemitteln 2020 in den Monaten März, April und Mai 33,4 % seines nominalen Jahresumsatzes. Der Anteil des Frühlingsgeschäfts am Jahresumsatz war damit trotz des teilweise bestehenden Frühjahrs-Lockdowns ähnlich hoch wie im Jahr 2019 (34,3 %). Vor einem Jahr blieben in einigen Bundesländern Gartenmärkte weiter geöffnet, weil sie eine Vielzahl an Produkten des täglichen Bedarfs anboten. In Bundesländern mit hohen Infektionszahlen durften Gartencenter spätestens Ende April 2020 wieder öffnen.  

Umsatz von Gartencentern im Mai 2020 um 72,5 % höher als im Jahresdurchschnitt 

Insgesamt ist der Garteneinzelhandel gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen: Die Gartenmärkte setzten 2020 insgesamt real (preisbereinigt) 0,9 % mehr um als im Vorjahr. Von den Geschäfts­öffnungen nach Ende des ersten Lockdowns profitierte der Garteneinzelhandel mit einem Umsatzanstieg von real 11,2 % im Mai 2020 gegenüber Mai 2019. Der Mai ist traditionell der umsatzstärkste Monat der Gartencenter. Das traf im Corona-Jahr 2020 ganz besonders zu: Im Mai 2020 setzten die Gartencenter real 72,5 % mehr um als im Jahresdurchschnitt. Zum Vergleich: Im Mai 2019 waren es 56,5 % mehr. Die positive Umsatzentwicklung bei den Gartenmärkten setzte sich auch noch im Juni 2020 (real +9,1 % gegenüber Juni 2019) und im Juli 2020 fort (+9,6 %). 

Methodische Hinweise:

In der Statistik erfasst werden Unternehmen im Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und Düngemitteln ab einem Jahresumsatz von 250 000 Euro.

 

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