Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Aufgetaucht ist er in den USA. Bei Recherchen auf Instagram hat Roman Schildecker erstmals einen Cat Deltalader mit einer Powerrake entdeckt. Der Firmeninhaber, der ein Faible für Baumaschinen hat, nahm Kontakt zur Zeppelin Niederlassung Freiburg und dem leitenden Verkaufsrepräsentanten Christian Frömel auf, weil er sofort die Vorteile solcher Technik und Ausrüstung erkannte und sie im Familienunternehmen R. Schildecker für den Bau von Sport- und Reitplätzen einsetzen wollte.

Der Deltalader ist in der Konfiguration der erste, den die Zeppelin Niederlassung Freiburg, vertreten durch Niederlassungsleiter Marc Kallies (rechts) und durch den leitenden Verkaufsrepräsentanten Christian Frömel (links), im Raum Freiburg an Firmenchef Roman Schildecker (Mitte) auslieferte. Foto: Zeppelin

Die Powerrake dient der Vorbereitung von Rasenflächen. Foto: Zeppelin

Bei Arbeiten in Reithallen setzt Roman Schildecker auf den Deltalader mit Laser-Steuerung. Foto: Schildecker

Die Powerrake dient der Vorbereitung von Rasenflächen, die dadurch aufgelockert und belüftet werden. Hinzu kommt ein Graderanbau an die Kompaktmaschine. Damit will der Freiburger Fachbetrieb für Sportanlagen und Landschaftsbegrünungen den Unterbau und ein Feinplanum erstellen. Die nötige Unterstützung liefert eine Laser-Steuerung von Sitech. Damit hat Roman Schildecker aber das Potenzial der Baumaschine noch nicht ausgeschöpft. Denn auch auf die konventionelle Schaufel und eine Palettengabel greift er immer wieder zurück.

Ausgeprägtes Merkmal des neuen Deltaladers sind die bodenschonenden Gummiketten in Verbindung mit dem feingliedrigen Laufwerk. „Für Einsätze im Gala- und Sportplatzbau ist es wichtig, dass nur wenig Bodendruck erzeugt und so der Untergrund für den Rasen nicht zu stark verdichtet wird“, so Roman Schildecker. Der Cat 299D3 XE ist mit über fünf Tonnen Einsatzgewicht der größte Kompakte in der Deltalader-Klasse, den Caterpillar zu bieten hat. Eine High-Flow-Hydraulik mit bis zu 150 Litern pro Minute versorgt Anbaugeräte wie die Powerrake und den Vorbaugrader mit der entsprechenden Leistung. Roman Schildecker schätzt die Plug-and-play-Lösung der Anbaugeräte beim Wechseln. Die Anbaugeräte sind so konzipiert, dass sie der Deltalader ohne Umschweife aufnehmen kann. „Es war mir wichtig, dass wir auf Original-Teile setzen und alles aus einer Hand bekommen“, meint der Firmenchef. Somit war es nicht nötig, extra Hydraulikleitungen zu legen. „Allerdings wähle ich auch möglichst alles an Ausstattung, was die Maschinen hergeben. Das mag zwar zunächst teuer sein, aber es ist immer besser, als im Nachgang Umbauarbeiten durchführen zu lassen“, macht er deutlich.

Anbaugeräte wie die Powerrake sind hierzulande eher unbekannt. Der Deltalader ist in der ausgelieferten Konfiguration der erste im Raum Freiburg. „Mir ist kein anderer Anwender bekannt. Dabei bietet sich das Werkzeug für solche Einsätze im Gala- und Sportplatzbau an“, meint Marc Kallies, Zeppelin Niederlassungsleiter Freiburg. Mit der Powerrake lassen sich Flächen begradigen. Durch das Auffräsen der Oberfläche entsteht eine gleichmäßige Struktur.

Große Flächen planiert der Fachbetrieb mit einem Cat Dozer D5K LGP in Verbindung mit einer weiteren Laser-Steuerung von Sitech. Dann übernimmt der Deltalader die Feinarbeit und erstellt das Finish des Planums. Ein separater Motorgrader wäre überdimensioniert und aufgrund des Bodendrucks nicht geeignet. Doch selbst den Unterbau von großen Flächen wie 8 000 Quadratmeter anzulegen, bewältigt die kompakte Maschine mühelos. „Der Deltalader ist wendig und flink. Unsere Kunden wie Reitvereine schätzen, wenn wir schneller fertig werden“, so Roman Schildecker.

Sein Deltalader ist mit einem zweistufigem Fahrantrieb ausgerüstet und erreicht eine Fahrgeschwindigkeit von rund 14 km/h – so können die Arbeitsschritte zügig erfolgen. Ein überarbeiteter Laufwerksrahmen und eine Drehstabfederung sorgen dafür, dass sich die Maschine nicht aufschaukelt – das ist vor allem dann entscheidend, wenn mit dem Graderanbau und der Laser-Steuerung gearbeitet wird und damit eine genau Planie erstellt wird. „Das ist für Kunstrasen umso wichtiger, damit er später keine Wellen schlägt. Der Rand muss genau passen. Aber dank des Lasers bekommen wir das gut hin“, fügt er hinzu. Abweichungen von 0,5 Zentimetern fallen gerade noch in den Toleranzbereich – so genau geht es mit der Laser-Steuerung zur Sache. Im Fall von Kunstrasen verteilt der Deltalader 0/16 Körnung auf der Fläche für den Unterbau oder eine Rasentragschicht, die das Unternehmen selbst herstellt. Auch bei Arbeiten in Reithallen setzt Roman Schildecker auf den Deltalader mit Laser-Steuerung. „Der Vorteil ist, dass der Deltalader tiefer und somit die Antennen für den Empfang der Signale höher liegen, damit der Laserstrahl nicht mit der Decke reflektiert. Aufgrund der Hallendecke würde GPS nicht funktionieren“, erklärt er.

Bei Drainagearbeiten und um ein Gefälle für Sportplätze anzulegen, kommt eine weitere Cat Baumaschine mit Steuerung ins Spiel: ein Cat Kurzheckbagger 309CR, an dessen Stiel ein Lasercatcher angebaut worden ist. „Auch hier haben wir uns für eine Steuerung als Plug-and-play-Lösung entschieden, was uns entgegenkommt. Früher oder später wird die Laser-Steuerung eine 3D- oder UTS-Steuerung ergänzen, denn dann können wir die vorgegebenen Höhenprofile in einem Durchgang umsetzen. So müssen wir uns mit der Laser-Steuerung immer wieder den Nullpunkt holen und neu ausrichten“, erklärt Roman Schildecker.

Der Fokus des Fachbetriebs liegt nicht allein auf dem Neubau von Reitplätzen oder Fußballplätzen, sondern auch auf der Pflege und Regeneration der Flächen, die erneuert werden, und auf Erdarbeiten. „Wir konzentrieren uns auf eine Nische und auf Baustellen in der Region und im Schwarzwald, die wir als Subunternehmer für andere Firmen, Kommunen oder Vereine ausführen“, so Roman Schildecker. Das Unternehmen ist ein typischer Familienbetrieb, in dem seine Mutter, sein Vater, seine Schwester und sein Cousin mitarbeiten. Den Deltalader steuert Roman Schildecker – trotz seiner Körpergröße. „Ich sitze bequem in der Maschine selbst mehrere Stunden am Stück“, bestätigt er. Der Abstand zwischen Fahrersitz und Steuerkonsole ist groß genug und bietet noch Platz für seine langen Beine. „Mit Cat Maschinen wie dem Deltalader komme ich gut klar“, ist das Fazit von Roman Schildecker.

 

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