Naturschutz

Der 25. April - der "Tag des Baumes"

23.04.2011

Es ist bekannt, dass der Ursprung des Tag des Baumes in den USA zu suchen ist. Initiiert von Julius Sterling Morton fand der erste - ArborDay - am 1o. April 1872 statt.

Es ist bekannt, dass im Jahr 1952, initiiert durch den damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuss, der „Tag des Baumes” am 25. April erstmals in Deutschland durchgeführt wurde. Heute weniger bekannt ist, wer diesen Festtag zu Beginn unterstützte und inhaltlich mittrug. Einige der damaligen Organisationen sind auch heute noch aktiv und gestalten den Tag weiterhin mit.

Träger und Akteure

Mit Pflanzaktionen und Veranstaltungen rund um den Baum machen sie jedes Jahr auf die vielfältigen Wohlfahrtswirkungen von Bäumen aufmerksam. Besonders aktiv sind:

  • die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.
  • das Kuratorium / die Stiftung „Baum des Jahres”
  • berufsständische Verbände des Gartenbaus

Historischer Aufruf von 1953

Dass die Ziele des „Tag des Baumes” bis heute aktuell sind, zeigt ein Blick in den Aufruf von 1953:

„Der Baum ist uns Symbol für die ganze Natur. […] In der Unruhe unserer Zeit und im Getriebe unserer Arbeit soll der ‚Tag des Baumes‘ Gelegenheit zur Besinnung auf die Werte der Natur geben. Er soll die Tätigen anspornen und die Abseitsstehenden mahnen, mitzutun am großen Werk der Gesundung unseres Lebensraumes.“

Besonders betont wurde damals die Notwendigkeit, über alle politischen und weltanschaulichen Schranken hinweg zusammenzustehen, um der Zerstörung von Landschaft und Natur Einhalt zu gebieten.

Merkblatt zur Durchführung

Im Merkblatt zur Durchführung des „Tag des Baumes” hieß es weiter:

  • Sinn und Zweck ist es, alle Bevölkerungsschichten auf die Bedeutung des Baumes für Mensch, Natur und Wirtschaft aufmerksam zu machen.
  • Es soll zum Schutz und zur Pflege von Wald und Landschaft aufgerufen werden.
  • Die symbolische Pflanzung eines Baumes soll die Verbundenheit zur Natur bekunden.
  • Die Jugend soll Hauptträger der Veranstaltung sein, um durch naturnahe Erziehung die Liebe zur Heimat zu fördern.

So sollte der „Tag des Baumes” nicht nur ein Fest, sondern ein aktiver Beitrag zur Wiedergesundung der Landschaft und zur Erhaltung des Waldes sein.

Und hier nun die damaligen Träger der Initiative „Baum des Jahres”, deren Präsidenten den Aufruf des Jahres 1953 unterschrieben hatten in alphabetischer Reihenfolge:

  • Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, Köln
  • Arbeitsgemeinschaft für Garten- und Landschaftskultur im
  • Zentralverband des Deutschen Gartenbaues e.V., Bonn
  • Bund deutscher Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. Bonn
  • Deutscher Bundesjugendring, Köln
  • Deutscher Heimatbund, Neuß
  • Deutscher Naturschutzring, München
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Hauptverband e.V., Bonn
  • Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
  • Deutschland, Bonn
  • Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V., Stuttgart

Nicht alle der damals beteiligten Verbände und Organisationen, die, sollten sie in dieser Form heute nicht mehr existieren, aber dennoch über Nachfolgeorganisationen verfügen, engagieren sich auch noch heute für die nahezu unveränderten Inhalte und Ziele, die fest mit dem Jahrestag verbunden werden. Diesen sei eine Rückbesinnung auf die mit dem Symbol des Baumes verbundenen Werte und ein erneutes nachhaltiges Engagement hierfür anempfohlen.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. und seine Mitglieder beteiligen sich seit Beginn der Initiative aktiv an den Veranstaltungen und Pflanzungen zum „Tag des Baumes” bei denen in den vergangen Jahres zumeist der jeweilige Jahresbaum - in diesem Jahr die Elsbeere (Sorbus torminalis) - in den Mittelpunkt gestellt wurde und wird.

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