Autonome Landwirtschaft: Technologie und Perspektiven
Die Vision fahrerloser Fahrzeuge erreicht zunehmend auch den Agrarsektor. Experten von Bosch, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) und dem Landmaschinenhersteller Claas sind sich einig: Das autonome Fahren wird zunächst auf dem Feld Einzug halten, wo Traktoren Aufgaben wie Pflügen, Säen, Mähen und Ernten übernehmen.
Die Technologie basiert auf einem System aus Kameras und Sensoren, die das Fahrzeug steuern. Ähnlich wie bei Forschungsfahrzeugen im Automobilbereich erfassen Lasermess- und Sensortechnik die Umgebung des Traktors und anderer Landmaschinen. Dabei werden relevante Daten wie Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit, die Präsenz von Objekten wie Bäumen und Zäunen sowie die Anwesenheit von Menschen und Tieren analysiert.
Es wird erwartet, dass fahrerlose Maschinen die Feldarbeit innerhalb der nächsten zehn Jahre prägen werden. Im Gegensatz dazu wird die Einführung des fahrerlosen Fahrens im Straßenverkehr voraussichtlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass Ackerfurchen oder in Reih und Glied stehende Pflanzen auf dem Feld zusätzliche Orientierungslinien für die Maschinen bieten, die auf Straßen nicht vorhanden sind.
