Die Grüne Stadt

Der städtische Wald als öffentlicher Raum

Studierende der RWTH Aachen untersuchten im Kölner Waldlabor, wie ein städtischer Wald die Bedürfnisse seiner Nutzer erfüllen kann. Der Workshop vom 21. bis 25. Mai fokussierte auf die Architektur eines neuen Waldtyps und die Entwicklung neuer Perspektiven für Wald und Besucher.

Architektur eines neuen Waldtyps im Fokus

Die Studierenden der Lehrstühle für Landschaftsarchitektur und künstlerische Gestaltung arbeiteten gemeinsam mit Studierenden weiterer Hochschulen an der Architektur eines neuen Waldtyps. Fünf Tage lang lebten und arbeiteten sie unter einfachen Bedingungen im Waldlabor. Unterstützt wurde die Initiative von Toyota Deutschland und der Stadt Köln.

Die diesjährige Waldwerkstatt knüpfte thematisch an die zeitgleich in Köln stattfindende Tagung „European Forum on Urban Forestry“ an. Ziel war es, neue Perspektiven und Bezüge zwischen Wald und Besucher zu entwickeln. Dabei wurde der Wald in der Wechselwirkung von ökologischen, ökonomischen und kulturellen Aspekten als Lebensraum, Wohnzimmer, abstrakter Raum oder Skulptur betrachtet und bearbeitet. Durch gezielte Interventionen sollen neue landschaftsarchitektonische Räume und Perspektiven entstehen.

Das Kölner Waldlabor als Experimentierfläche

Das Waldlabor in Köln-Marsdorf wurde im März 2010 von Toyota, der Stadt Köln und RheinEnergie aufgeforstet. Die insgesamt 16 Hektar große Experimentierfläche ist in verschiedene Bereiche unterteilt, die von den Partnern betreut werden.

Im von Toyota finanzierten Klimawald wurden Baumarten gepflanzt, die besonders resistent gegen Trockenheit sind, um der Erderwärmung Rechnung zu tragen. Die RheinEnergie testet im Energiewald die Bewirtschaftung von Holz als nachwachsendem Rohstoff und dessen Integration in das Landschaftsbild. Die Stadt Köln hat mit Spenden aus der Aktion „Ein Wald für Köln“ den Wandelwald aufgeforstet. Dieser besteht aus einer Mischung verschiedener Baumarten, die zu allen vier Jahreszeiten ein abwechslungsreiches Bild bieten. Der Wildniswald bleibt unangetastet und kann sich natürlich entwickeln.

Seit 2016 veranstaltet die RWTH Aachen den Waldlaborworkshop. Neben Studierenden der RWTH Aachen nahmen auch Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, der Technischen Universität München, der Ecole Nationale Supérieure d'Architecture de Paris La Villette und der Alanus Hochschule Alfter teil.

04.06.2019

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