Aus- und Weiterbildung

Gärtnerberuf: Fachkompetenz und Nachhaltigkeit im Fokus

Der 33. Bundesberufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner zeigte die Bedeutung des Berufsstandes für eine nachhaltige Zukunft. Auszubildende und frisch Ausgelernte stellten ihr Können unter Beweis, um die Relevanz ihrer Arbeit für die Gestaltung grüner Räume hervorzuheben.

Kreativität und Teamgeist im Gartenbau – Mehr als nur Pflanzenpflege

Gärtnerinnen und Gärtner sind Spezialisten in der Aufzucht und Pflege von Pflanzen in verschiedenen Bereichen wie Gärtnereien, Parks, Baumschulen oder auf Friedhöfen. Neben der Leidenschaft für die Natur sind praktische und theoretische Fähigkeiten entscheidend. Der Wettbewerb, der am 6. und 7. September 2023 auf der Bundesgartenschau in Mannheim stattfand, betonte zudem die Notwendigkeit von Kreativität und Teamgeist.

Engagement für Klima und Natur

In Zeiten zunehmender Bedeutung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielen Gärtnerinnen und Gärtner eine wichtige Rolle. Ihre Arbeit trägt zur Verbesserung der Lebensqualität bei, indem sie CO₂ absorbieren, die Luft reinigen und die Biodiversität fördern. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautete daher „Gärtner. Der Zukunft gewachsen. – Wir sind die Lösung! #Nachhaltigkeit und #Klimawandel“.

Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb wird von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) und dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) ausgerichtet. Am 8. September 2023 wurden die Medaillen im Rahmen des Deutschen Gartenbautags durch das Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen, welches den Wettbewerb finanziell und ideell unterstützt. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir übernahm die Schirmherrschaft.

Vielfältige Teams und Berufsbilder

58 Nachwuchsgärtnerinnen und -gärtner traten in zwei- bis dreiköpfigen Teams an, nachdem sie sich gegen 4.700 andere Auszubildende durchgesetzt hatten. An zehn Stationen mussten sie fachliches Können und Teamfähigkeit beweisen. Die Teams setzten sich aus verschiedenen Fachrichtungen des Gartenbaus zusammen, darunter Obst- und Gemüsebau, Zierpflanzenbau, Friedhofsgärtnerei, Baumschule, Garten- und Landschaftsbau sowie Staudengärtnerei.

Nach der Ausbildung bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Gärtnereien, Gewächshäusern, auf Feldern, in Gartencentern, Baumschulen oder bei Kommunen.

Wettbewerbsergebnisse

In der Wettbewerbsstufe A (erstes und zweites Lehrjahr) siegte das Team aus Sachsen mit Luise Reiche, Sascha Herzog und Paul Matasch. Den zweiten Platz belegte das Team aus Norddeutschland (Sabrina Muster, Linda Gottschling, Nico Falcenhagen), gefolgt vom bayerischen Team (Vera Nickel, Moritz Schelbert, Denis Eckharst) auf dem dritten Platz.

In der Wettbewerbsstufe B (drittes Ausbildungsjahr und ausgelernte Gärtnerinnen und Gärtner) gewann das Team aus Norddeutschland mit Swea Lüdemann, Hendrick Christoph und Henning Rath die Goldmedaille. Silber ging an das Team aus Baden-Württemberg (Kira Osterburg, Amelie Schneider, Naemi Pertschy), während das sächsische Team (Leonie Rauschenbach, Natalie Döring, Adrian Liebig) Bronze erhielt. Die beiden erstplatzierten Teams qualifizierten sich für den Europäischen Berufswettbewerb 2024 in Würzburg.

Zukunftsperspektiven im Gärtnerberuf

Der Gärtnerberuf bietet die Möglichkeit, in einer grünen und nachhaltigen Branche tätig zu sein, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt nimmt und vielfältige Karrierechancen eröffnet.

17.09.2023

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