Umfassende Lösungen für Baumaschinen und Industriemotoren
Die DES Diesel Exhaust Systems GmbH stellt auf der BAUMA 2007, der internationalen Fachmesse für Baumaschinen, ihre Abgassysteme, Abgasreinigungs- und Schalldämpfungslösungen vor. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Produkte für Baumaschinen, Gabelstapler, landwirtschaftliche Maschinen und Nutzfahrzeuge.
In Zusammenarbeit mit MANN+HUMMEL, dem Vertriebspartner für die SMF-AR®-Lösung (Rußpartikelfilter auf Sintermetallbasis mit aktiver thermo-elektrischer Regeneration) für Baumaschinen, präsentiert DES in Halle A4, Stand Nr. 128, vom 23. bis 29. April in München. Neben innovativen Filtersystemen wird auch das Produktprogramm an Industrieschalldämpfern gezeigt. DES ist ein Lieferant für internationale Baumaschinen- und Industriemotoren-Hersteller.
Industrieschalldämpfer und deren Bedeutung
Als Tochterunternehmen der HJS Fahrzeugtechnik verfügt DES über Erfahrung in der Konstruktion und Fertigung von Schalldämpfern. Die Entwicklung umfasst Prototypenbau und Fertigungstechnik unter Verwendung von Materialien wie E-Glasfasern, die sich durch thermische und chemische Stabilität auszeichnen. Bei Bedarf werden die Schalldämpfer auf Abgasreinigungssysteme abgestimmt.
Hersteller wie Caterpillar, Liebherr, Terex und NeusonKramer setzen die Schalldämpfer von DES ein. Auch Landmaschinenhersteller wie AGCO Fendt und Zetor gehören zum Kundenkreis. Das Sortiment umfasst über 400 verschiedene Artikel.
Abgasschalldämpfer dienen der Dämpfung des durch Verbrennungsmotoren entstehenden Schalls. Lärm kann physische und psychische Schäden verursachen. Die Dämpfung von Geräuschen und Erschütterungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz schützen und die Arbeitsqualität verbessern. Die Einhaltung von Lärmgrenzwerten ist in der Lärmschutzverordnung und der Europäischen Gesetzgebung verankert. Die über 200 Schalldämpfer von DES tragen bei Baumaschinen dazu bei, die EU-Richtlinie 2005/88/EC zu erfüllen.
Abgasreinigungssysteme aus Sintermetall
Sintermetallfilter (SMF®) bieten Vorteile gegenüber Keramikfiltern bei der Entfernung von Ruß- und Feinstpartikeln aus Dieselabgasen, insbesondere hinsichtlich Lebensdauer, Wartungsintervallen und Strömungsverhalten. DES stellt Abgasreinigungssysteme auf Basis der Sintermetalltechnologie für verschiedene Anwendungen vor. Das Unternehmen bietet Partikelfiltersysteme mit unterschiedlichen Regenerationsverfahren an, die an das Anforderungsprofil der Motoren angepasst sind.
Aktive Regeneration: SMF-AR®
Für Anwendungen mit niedrigen Abgastemperaturen bietet DES das SMF-AR®-System mit aktiver Regeneration an. Es besteht aus einem Sintermetallfilter mit elektrischen Heizelementen, einer elektronischen Steuereinheit mit Sensorik und einem Dosiersystem. Der Ruß wird im Sintermetallfilter gesammelt. Bei optimaler Beladung wird der Ruß durch die Strahlungswärme elektrischer Heizdrähte berührungslos gezündet. Der Regenerationsprozess dauert etwa zwei Minuten, währenddessen das Fahrzeug weiter betrieben werden kann.
Passive Regeneration: CRT®
Die passive Regeneration mittels CRT® (Continuously Regeneration Technology) eignet sich für Motoren, die in einem Abgastemperatur-Fenster von 240°C bis 440°C betrieben werden. Dieses System kombiniert einen Dieseloxidationskatalysator (DOC) mit einem Diesel-Partikelfilter aus Sintermetall oder Keramik. Das vom Katalysator produzierte Stickstoffdioxid oxidiert den angesammelten Ruß kontinuierlich zu Kohlendioxid, wodurch der Filter regeneriert wird. Durch Abstimmung des Katalysators wird der notwendige Stickstoffdioxid-Überschuss begrenzt. Das CRT®-System erfordert keine Regenerationshilfen und arbeitet betriebssicher sowie wartungsarm.
DES bietet auch modulare CRT®-Systeme für Kompressoren und andere Industrieanwendungen an, die nach dem Baukastenprinzip an den jeweiligen Bauraum angepasst werden können.
SCRT®: Reduktion von Ruß und Stickoxiden
Das SCRT®-System (Selective Catalytic Reduction Technology) reduziert nicht nur Ruß- und Feinstpartikel, sondern auch den Stickoxidausstoß. Dem im CRT®-Filtermodul gereinigten Abgas wird in einer weiteren Stufe ein Harnstoff-basierter Zusatzstoff beigemischt. Das Reduktionsmittel wird thermisch und katalytisch zu Ammoniak (NH3) umgewandelt. Dieser Ammoniak wird in Kombination mit einem SCR-Katalysator verwendet, um Stickoxide (NOx) in Stickstoff (N2) umzuwandeln. Die SCR-Einheit mindert die Stickoxidemissionen der Motoren um bis zu 90 Prozent.
