Studie belegt geringeren CO2-Fußabdruck regionaler Äpfel
Äpfel aus regionalem Anbau bieten Vorteile hinsichtlich Frische und Geschmack. Eine aktuelle Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) belegt zudem ihre positiven Umwelt- und Klimaaspekte.
Die Untersuchung konzentrierte sich auf den CO2-Fußabdruck von Äpfeln, von der Erzeugung bis zum Verkauf. Dabei wurde ermittelt, wie viel Kohlendioxid pro Kilogramm Äpfel anfällt, bis diese im Handel erhältlich sind. Kohlendioxid ist ein wesentlicher Faktor für den Klimawandel; eine Reduzierung seiner Entstehung ist vorteilhaft für Klima und Umwelt.
Heimische Äpfel überzeugen auch nach Lagerung
Ein Apfel, der im Herbst frisch geerntet und direkt verkauft wird, weist naturgemäß einen geringeren CO2-Ausstoß auf als ein importierter Apfel. Die Studie beleuchtete jedoch auch die Situation im Frühjahr.
Heimische Äpfel, die im Herbst geerntet und erst im April verkauft werden, erfordern eine Lagerung in Kühlhäusern. Der Energieaufwand für die Kühlung führt zu zusätzlichem CO2-Ausstoß.
Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass deutsche Äpfel auch hier Vorteile bieten. Der CO2-Fußabdruck eines Kilogramms heimischer Äpfel im April liegt bei 0,4 kg CO2-Äquivalent, was leicht über dem Wert von 0,3 kg CO2-Äquivalent für deutsche Äpfel im Herbst liegt.
Im Vergleich dazu erzeugen importierte Äpfel aus Neuseeland, die im Frühjahr auf der Südhalbkugel frisch geerntet und über weite Strecken mit Kühlschiffen transportiert werden, etwa doppelt so viel CO2. Ein Kilogramm Neuseeland-Äpfel erreicht an der deutschen Ladentheke einen Wert von 0,8 kg CO2-Äquivalent.
Vorteile regionaler Früchte
Der Konsum von Äpfeln aus deutschem Anbau ist somit ökologisch vorteilhaft, unabhängig von der Jahreszeit. Die Bevorzugung regionaler Äpfel gegenüber importierten Früchten trägt zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei und schützt Klima und Umwelt.
Zusätzlich wird die regionale Obstproduktion unterstützt. Apfelanlagen fördern die biologische Vielfalt, indem sie Lebensraum und Nahrung für Insekten, Vögel und Kleinsäuger bieten.
Vitamine und Nährstoffe in Äpfeln – Tipps zum Verzehr
Äpfel enthalten zahlreiche Vitamine, darunter Vitamin C, das zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten beiträgt. Des Weiteren sind Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.
Bis zu 70 Prozent der Vitamine und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe befinden sich in oder direkt unter der Schale. Daher wird empfohlen, Äpfel möglichst frisch, roh und mit Schale zu verzehren.
Bei der Verarbeitung von Äpfeln zur Vitaminschonung sollte die Schale ebenfalls belassen werden. Grundsätzlich sind Dünsten und Dämpfen vitaminschonendere Zubereitungsarten als Braten und Kochen.
