Dünger und Substrate

Deutscher Torf- und Humustag verzeichnet Besucherrekord

Der 57. Deutsche Torf- und Humustag (DTHT) in Bad Zwischenahn zog rund 200 Branchenvertreter an. Die Veranstaltung fokussierte auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Torfreduktion und die Zukunft der Substratindustrie.

Erfolgreiche Veranstaltung in Bad Zwischenahn

Der 57. Deutsche Torf- und Humustag (DTHT), ausgerichtet vom Industrieverband Garten (IVG) e.V., fand am 21. September 2023 in Bad Zwischenahn statt. Rund 200 Vertreter der Erdenbranche nahmen an der Veranstaltung teil.

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch für unsere Veranstaltung“, zeigte sich Philip Testroet, Referatsleiter Gartenbau und Umwelt beim IVG, rundum zufrieden.

Die Veranstaltung begann mit einer Diskussion über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Torfreduktion, an der Vertreter aus Politik und Industrie teilnahmen. Anschließend präsentierten Experten ihre Forschungsfelder in einem Science Slam. Fachreferenten beleuchteten zudem die Zukunft der Substratindustrie.

Diskussion über Torfreduktion und Substratverfügbarkeit

Nach der Begrüßung durch Walter Dübner vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diskutierten Dr. Marco Mohrmann (CDU-Abgeordneter), Renke zur Mühlen (Vorsitzender des Bund deutscher Baumschulen e.V. im Landesverband Weser-Ems), Dr. Thomas Schmidt (BMEL) und Moritz Böcking (Geschäftsführer Klasmann-Deilmann) über die wirtschaftlichen Folgen der Torfreduktion. Die Teilnehmer bewerteten die Diskussion als konstruktiv.

Es erging ein Appell an die Bundesregierung, den Dialog mit der Substratbranche zu suchen. Dabei wurde die Notwendigkeit betont, den Gartenbau zu unterstützen und eine kontinuierliche Verfügbarkeit von kultursicheren Substraten in gleichbleibender Qualität sicherzustellen.

Science Slam und die Substratindustrie der Zukunft

Im Rahmen eines Science Slams stellten sechs Experten in jeweils zehn Minuten ihre Fachbereiche vor. Die Themen reichten von der Digitalisierung der Moorwiedervernässung über Veränderungen der Produktionsrisiken durch Torfreduktion bis zur Erhöhung des Wasserspeichers in torffreien oder torfreduzierten Substraten mittels Mikroalgen.

Ein weiterer Programmblock konzentrierte sich auf die Substratindustrie der Zukunft. Tom Huijs, Development Manager Sphagnum bei Kekkilä-BVB, präsentierte neue Entwicklungen in der Paludikultur von Torfmoosen. Marco Zevenhoven, Operational Director RHP, und Hein Boon, Director Responsibly Produced Peat (RPP), sprachen über die nachhaltige Beschaffung von Komponenten für Kultursubstrate und forderten eine klarere Kommunikation in diesem Bereich. Sie erläuterten zudem die Ergebnisse der niederländischen Einigung zu nachhaltigeren Substraten.

Dr. Dieter Lohr, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, thematisierte die Herausforderungen für Hersteller, Handel und Verbraucher beim Verzicht auf Torf in Blumenerden.

Generation Z und Umbenennung der Tagung

Dipl.-Psych., M.Sc. Rüdiger Maas vom Institut für Generationenforschung hielt einen Vortrag zum Generation Thinking am Beispiel der Generation Z. Er wurde aufgrund einer Autopanne digital zugeschaltet. Sein Vortrag zielte darauf ab, das Verständnis für die Generation Z im Arbeitsmarkt zu verbessern. Sein Fazit war, dass Arbeitgeber sich anpassen müssen, um bei der Rekrutierung dieser Generation erfolgreich zu sein.

Am Ende der Veranstaltung kündigte Philip Testroet die Umbenennung des DTHT an. Nach einem Beschluss der Fachabteilungssitzung des IVG wird die Tagung ab dem kommenden Jahr als „IVG Branchentag Erden & Substrate“ firmieren. Die nächste Veranstaltung findet am 7. November 2024 in der Wandelhalle in Bad Zwischenahn statt.

25.09.2023

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