Hervorragende Wasserqualität in deutschen Badegewässern
Die Qualität der deutschen Badegewässer erreichte auch im Jahr 2020 ein hohes Niveau. 90 Prozent aller Badegewässer erhielten von der EU-Kommission die Bestnote „ausgezeichnet“. Insgesamt erfüllten 96 Prozent der Badegewässer an Seen, Flüssen und Küsten die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. Diese Daten wurden am 1. Juni von der EU-Kommission veröffentlicht.
Von den insgesamt 2.304 untersuchten deutschen Badegewässern wurden elf als mangelhaft eingestuft. Zum Schutz der Badenden kam es während der Badesaison zu 95 temporären Schließungen aufgrund schlechter Wasserqualität. Davon waren 66 Schließungen auf Cyanobakterien (sogenannte „Blaualgen“) zurückzuführen und 29 auf andere wasserhygienische Gründe, oft infolge von Starkregenereignissen, die Schmutzwasser in die Gewässer spülten.
Die Covid-19-Pandemie beeinflusste den Badebetrieb erheblich. 69 Badegewässer waren aufgrund der Einschränkungen zeitweise oder über die gesamte Saison nicht zugänglich. Weitere 15 Badegewässer blieben geschlossen, beispielsweise wegen fehlender Betreiber oder Sanierungsarbeiten. An 27 Badegewässern konnten pandemiebedingt teilweise keine Proben genommen werden, weshalb diese keine Einstufung erhielten. Zusätzlich wurden 38 Badegewässer aufgrund einer unzureichenden Probenanzahl nicht bewertet.
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 11.156 Wasserproben von 2.304 deutschen Badegewässern ausgewertet. Davon befanden sich 363 an den Küsten von Nord- und Ostsee und 1.941 an Binnengewässern. Aktuelle Messdaten sind auf den Internetseiten der Bundesländer einsehbar.
Auch für die Badesaison 2021 wurden Einschränkungen erwartet. Das Risiko einer Infektion mit dem SARS-Coronavirus-2 steigt bei geringem Abstand und vielen Personen an einem Ort. Daher waren auch am und im Badegewässer Abstands- und Kontaktminimierungsregeln einzuhalten. Da das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Baden nicht praktikabel ist, war die Einhaltung der Sicherheitsabstände im Wasser und an Land von großer Bedeutung.
Für den Strandbereich und die Infrastruktur am Badegewässer galten die länderspezifischen Abstands- und Hygieneregeln. Eine Übertragung des SARS-Coronavirus-2 über das Wasser beim Baden gilt als unwahrscheinlich. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es keine Hinweise auf eine Übertragung des Virus über den Wasserweg. Personen mit akuten Atemwegsinfekten oder Durchfallerkrankungen sollten grundsätzlich nicht baden gehen, um andere Badende nicht zu gefährden.
