Die Grüne Stadt

Grün statt Grau: Forderung nach naturnahen Schulhöfen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert verbindliche Regelungen für die Gestaltung von Schulgeländen. Ziel ist die Reduzierung versiegelter Flächen und die Schaffung von mehr Grünflächen, um Schulen an den Klimawandel anzupassen und Lernorte zu verbessern.

Mindeststandards und Finanzierung für klimaresiliente Schulhöfe

Ein Großteil der rund 3.200 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland weist stark versiegelte Flächen auf, die bei Hitze und Extremwetterlagen wenig Schutz bieten. Die DUH fordert daher in einem Bündnis mit Vertretern von Schulen, Architekten und Kommunalverwaltungen bundesweite Mindeststandards für den Neu- und Umbau von Schulhöfen. Ergänzend dazu wird finanzielle und personelle Unterstützung von Bund und Ländern als notwendig erachtet.

Auf den Schulgeländen sollen Kinder die Möglichkeit erhalten, Artenvielfalt und Naturschutz unmittelbar zu erleben. Dies könnte durch fest etablierte Schulgartenaktivitäten oder die Nutzung von Klassenzimmern im Freien realisiert werden.

Während wir auf immer stärkere Hitzewellen, Trockenheit und Überschwemmungen zusteuern, herrscht auf deutschen Schulhöfen immer noch ‚Steinzeit‘. Auf den meisten Schulgeländen gibt es viel zu viel Pflaster, Beton und Asphalt – dafür aber kaum schattenspendende Bäume oder unversiegelte Flächen, die Regenwasser aufnehmen können. Das macht sie zu völlig ungeeigneten Lernorten, vor allem bei Extremwetter. Wir fordern die Mitglieder der Kultusministerkonferenz auf, jetzt endlich Regelungen für die Umgestaltung von Schulgeländen festzulegen. Es braucht dringend eine ausreichende Finanzierung von Bund und Ländern sowie die Qualifizierung der Schulträger.

Die DUH ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in ihren Kommunen für die Umsetzung grüner Schulhöfe einzusetzen.

09.10.2024

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