Klimawandel in Bayern: Kosten und regionale Besonderheiten
Schätzungen zufolge könnten die Gesamtkosten des Klimawandels in Deutschland bis zum Jahr 2050 bis zu 800 Milliarden Euro erreichen. Für Bayern prognostiziert die Studie beispielsweise eine deutliche Abnahme der sommerlichen Niederschläge bis 2050. Im bayerischen Alpenraum ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren um 1,5 Grad Celsius gestiegen, was dem Doppelten des globalen Durchschnitts entspricht. Diese Entwicklungen erfordern die Erarbeitung spezifischer Anpassungsstrategien.
Schätzungen zufolge kann der Klimawandel in Deutschland bis zum Jahr 2050 Gesamtkosten in Höhe von 800 Milliarden Euro verursachen. Auch die bayerische Wirtschaft ist von den Veränderungen des Klimas betroffen: In Bayern werden beispielsweise bis 2050 die Niederschläge im Sommer deutlich abnehmen. Im besonders sensiblen bayerischen Alpenraum ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren mit 1,5 Grad Celsius doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt. Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir derzeit an Anpassungsstrategien.
Zentrale Handlungsfelder und innovative Maßnahmen
Die Untersuchung identifizierte anhand von sieben Fallstudien zentrale Handlungsfelder für Klimaanpassungsstrategien. Dazu gehören die Sicherung von Rohstoffen, der Schutz von Gebäuden und Produktionsprozessen sowie der Schutz der Beschäftigten vor Hitze und Sonneneinstrahlung.
Zusammen mit sieben mittelständischen Unternehmen konnten innovative, auf die Unternehmen zugeschnittene Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickelt werden. So können Risiken vermindert und wirtschaftliche Chancen frühzeitig erkannt werden. Durch klimaverträgliche Produkte und Technologien wie zum Beispiel intelligente Verschattungssysteme lassen sich zudem neue Märkte erschließen.
Ein Beispiel für eine umgesetzte Maßnahme ist die wasserdurchlässige Gestaltung von Lagerflächen in einem Unternehmen. Dies dient dem Schutz vor Überschwemmungen infolge von Starkregenereignissen und Unwettern, indem überschüssiges Regenwasser ins Erdreich geleitet wird und so der natürliche Wasserhaushalt erhalten bleibt.
Studienergebnisse und Förderung
Die Ergebnisse der Studie wurden in einem Leitfaden zusammengefasst. Dieser Leitfaden zeigt beispielhaft für die Branchen Handel, Bau und produzierendes Gewerbe auf, wie Unternehmen den Herausforderungen des Klimawandels begegnen und gestärkt daraus hervorgehen können.
Die Untersuchung wurde im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums von der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem bifa Umweltinstitut durchgeführt. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag unterstützte das Projekt. Das Bayerische Umweltministerium förderte das Vorhaben mit rund 170.000 Euro. Die Studie ist ein Projekt im Rahmen des Umweltpakts Bayern, einer Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft, die auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation basiert. Mehr als 4.000 Unternehmen beteiligen sich mittlerweile an diesem Pakt.
