Bücher-Kataloge-Broschüren

Kulturgeschichte der Gehölze: Bäume und ihr Einfluss

05.01.2021

Das Buch Die Geschichte der Bäume zeigt, wie 100 Gehölzarten Kultur, Wirtschaft und Alltag der Menschen geprägt haben. Die Autoren verbinden botanisches Wissen mit historischen Geschichten – vom Werkzeugholz der Neanderthaler bis zu Pflanzen, die Getränke, Lebensmittel und Materialien liefern.

Wie 100 Baumarten Kultur, Handwerk und Ernährung der Menschheit prägten

Bäume begleiten die Menschheit seit Jahrtausenden – als Rohstofflieferanten, Nahrungsquelle und kulturelle Symbole. Das Buch „Die Geschichte der Bäume – Und wie sie unsere Lebensweise verändert haben“ beleuchtet die Bedeutung ausgewählter Gehölze und zeigt, welchen Einfluss sie auf Kultur, Wirtschaft und Alltag des Menschen hatten.

Die Autoren Kevin Hobbs und David West stellen darin 100 Baumarten aus verschiedenen Regionen der Welt vor. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Gartenbau: Hobbs arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Pflanzenzüchter, während West auf die Produktion seltener Gehölze in der Baumschule spezialisiert ist.

Bäume als prägende Kulturpflanzen

Viele Baumarten haben die Geschichte der Menschheit in unerwarteter Weise geprägt. So spielte der Kakaobaum eine wichtige Rolle bei der Entwicklung moderner Schokolade. Nachdem niederländische Händler im Jahr 1634 Kakaosamen aus dem spanischen Mexiko nach Sri Lanka brachten, entstanden dort Plantagen. Mit der Erfindung der Kakaopresse durch Casparus van Houten im Jahr 1828 wurde schließlich die Herstellung von Schokoladentafeln im heutigen Sinne möglich.

Auch zahlreiche Legenden sind mit bestimmten Bäumen verbunden. Der in Südeuropa und Südostasien verbreitete Judasbaum trägt seinen Namen einer Überlieferung zufolge deshalb, weil sich Judas Iskariot nach seinem Verrat an Jesus an einem solchen Baum nahe des antiken Jerusalems erhängt haben soll.

Pflanzen mit wirtschaftlicher Bedeutung

Neben kulturellen Bezügen spielen viele Bäume auch eine wichtige Rolle in der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken. Ein Beispiel ist der Heide-Wacholder. Seine bitteren, blauen Früchte bilden eine zentrale Zutat für die Herstellung von Gin und Genever.

Das Buch zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie eng wirtschaftliche Nutzung, kulturelle Bedeutung und botanische Besonderheiten miteinander verknüpft sind. Die Auswahl umfasst Arten, die für die Menschheit historisch besonders prägend waren und teilweise bis heute große Bedeutung besitzen.

Reise durch die Geschichte der Bäume

Die vorgestellten Arten stammen von allen Kontinenten – mit Ausnahme der Antarktis. Dort verschwanden die letzten Bäume vor etwa drei bis fünf Millionen Jahren, als sich eiszeitliche Bedingungen ausbreiteten.

Wir widmen uns Bäumen auf jedem Kontinent mit Ausnahme der Antarktis, wo die letzten Bäume ausstarben, als dort vor rund drei bis fünf Millionen Jahren eiszeitliche Temperaturen herrschten.

Die Darstellung folgt einer chronologischen Ordnung. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des ersten bedeutenden Kontakts zwischen Mensch und jeweiliger Baumart. Dadurch entsteht eine Reise durch die Kulturgeschichte der Gehölze.

All diese herrlichen Bäume stellen wir in annähernd chronologischer Reihenfolge vor, entsprechend dem jeweils ersten nennenswerten Kontakt des Menschen mit ihnen. Auf diese Weise begleitet unser Buch die Leser vom Buchsbaum, aus dem die Neanderthaler vor 171.000 Jahren Werkzeuge fertigten, bis zur Persimone, die im 19. Jahrhundert zu Golfschlägern verarbeitet wurde.

Botanische Illustrationen und Buchdetails

Die Kulturgeschichte der Bäume wird durch detailgetreue botanische Illustrationen von Thibaud Herem ergänzt. Die Zeichnungen veranschaulichen die wichtigsten Merkmale der vorgestellten Arten und unterstützen den Überblick über die Vielfalt der Gehölze.

Zurück