Naturschutz

Fotowettbewerb „Reptil im Fokus“ liefert neue Erkenntnisse zu Zauneidechsen

Ein Fotowettbewerb der Stiftung Naturschutz Berlin hat nicht nur beeindruckende Bilder der Zauneidechse hervorgebracht, sondern auch wichtige neue Daten zu ihrer Verbreitung in der Hauptstadt geliefert. Besonders überraschend ist die Rolle von Haus- und Kleingärten als Lebensraum für diese Reptilienart.

Ergebnisse und Bedeutung des Wettbewerbs für den Artenschutz

Die Stiftung Naturschutz Berlin hat mit dem Fotowettbewerb „Reptil im Fokus“ die Zauneidechse, die als Reptil des Jahres 2020/2021 ausgewählt wurde, in den Mittelpunkt gerückt. Natur- und Fotografiebegeisterte waren aufgerufen, ihre besten Aufnahmen von Zauneidechsen in Berlin einzusenden. Die Gewinner des Wettbewerbs stehen nun fest.

Eine achtköpfige Jury, bestehend aus Herpetologen und Naturfotografen, bewertete insgesamt 119 eingereichte Bilder. Die prämierten Fotos sind auf der Webseite des Beobachtungsportals ArtenFinder Berlin einsehbar. Durch die eingereichten Fotos konnten zudem neue Informationen über die Verbreitung der Zauneidechsenvorkommen in Berlin gewonnen werden.

Bemerkenswert ist, dass 41 Prozent der Beobachtungen aus Haus- und Kleingärten stammten. Dies deutet darauf hin, dass diese oft kleinteiligen, aber strukturreichen Flächen einen wichtigen Lebensraum für die Zauneidechse darstellen und somit eine bedeutende Rolle für den Artenschutz in der Hauptstadt spielen.

Alle Meldungen, die den Fundort enthielten, werden in die Berliner Artdatenbank aufgenommen. Diese Datenbank dient als Grundlage für zahlreiche Naturschutzmaßnahmen, die von der Stiftung Naturschutz Berlin und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz initiiert und umgesetzt werden. Die im Rahmen des Fotowettbewerbs gesammelten Daten unterstreichen die Bedeutung von Citizen-Science-Projekten, bei denen engagierte Bürger wertvolle Beiträge zur wissenschaftlichen Datenerfassung leisten können.

29.10.2021

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