Herausforderungen und Chancen für den GaLaBau in NRW
Die Corona-Pandemie prägt seit über einem Jahr den Alltag. Trotz der aktuellen Herausforderungen betont H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e.V. (VGL NRW), die Notwendigkeit, andere wichtige Themen wie den Klimawandel nicht aus den Augen zu verlieren.
Der VGL NRW wird von der Landespolitik als wichtiger Partner bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Kontext des Klimawandels wahrgenommen. Dies zeigte sich bei der jährlichen Mitgliederversammlung, die online stattfand. Die NRW-Ministerinnen Ursula Heinen-Esser und Ina Scharrenbach übermittelten Grußworte per Videobotschaft.
Grün ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig und wir brauchen in NRW die Grüne Infrastruktur, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Dies erklärte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Sie hob hervor, dass der GaLaBau ein wichtiger Partner bei Themen wie Klimawandel, Biodiversität und Gesundheitsschutz der Bevölkerung sei. Die Landesregierung habe Förderprogramme aufgelegt, deren Umsetzung exzellente Fachbetriebe erfordere.
Die Grüne Infrastruktur ist ein bedeutender Bestandteil unserer Lebensgrundlage – lassen Sie uns gemeinsam an der Weiterentwicklung der Grünen Infrastruktur arbeiten.
Auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach betonte die Zusammenarbeit mit dem Verband. Unter dem Motto „Natürlich NRW“ und im Hinblick auf die öffentliche Wohnraumförderung für Dach- und Fassadenbegrünung stellte sie fest:
Baukultur ist auch eine Frage der Gestaltung des Freiraums und wesentlicher Teil zukunftsorientierter Stadtentwicklung.
H. Christian Leonhards rief die Mitgliedsbetriebe auf, die Angebote des Landes zu nutzen. Er verwies darauf, dass die Landespolitik auch in Krisenzeiten auf Grün setze. Die Durchführung der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort als einzige in Deutschland unterstreiche den Stellenwert des urbanen Grüns in Nordrhein-Westfalen.
Der Verband hofft auf eine Normalisierung der Situation in der zweiten Jahreshälfte 2021 und geht davon aus, dass einige während der Pandemie gewonnene Erkenntnisse Bestand haben werden. Die beschleunigte Digitalisierung habe sich positiv auf die Verbandsarbeit und den Betriebsalltag ausgewirkt. Zudem wird erwartet, dass Homeoffice-Lösungen dauerhaft stärker genutzt werden.
Die Lockdowns der Jahre 2020 und 2021 haben vielen Menschen den Wert des eigenen Gartens neu bewusst gemacht. Benjamin Küsters, GaLaBau-Unternehmer aus Neuss und Präsidiumsmitglied des VGL NRW, fasst zusammen:
Der Rückzug ins Private hat bei vielen Menschen zu Investitionen in den Garten geführt und davon haben wir im GaLaBau profitiert. Wir hatten das Glück, dass unsere Betriebe auch während der Lockdowns nahezu ohne Einschränkungen weiterarbeiten konnten, weil die Baustellen draußen liegen.
Die gute Auftragslage der Branche wird durch die Arbeit des Verbandes unterstützt, insbesondere durch Angebote zur Aus- und Weiterbildung, Betriebsberatung und Netzwerkarbeit. Der VGL NRW pflegt engen Kontakt zu kommunalen Verantwortlichen, der GALK und den Ministerien.
Küsters ist überzeugt, dass die Stadt der Zukunft starke Grünflächenämter benötigt, um die Erhaltung und Qualifizierung der Grünen Infrastruktur sicherzustellen. Präsident H. Christian Leonhards blickt auf die IGA 2027:
Unser Ziel ist es, dass die IGA 2027 eine Erfolgsstory wird, auf die man europaweit blickt. Schon die Maßnahmen rund um den Emscherumbau haben gezeigt, wie sich Landschaften großflächig renaturieren lassen. Die Metropole Ruhr wird sich mit der IGA 2027 als die grünste Metropole der Welt zeigen.
Gesundheit und Lebensqualität durch Grün sind für den GaLaBau in Nordrhein-Westfalen zentrale Themen, die der Verband gemeinsam mit Politik und Verwaltung angehen will.


